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Starke Haudegen im rauen Westen © Handelshaus Wedl

TeamplayerGeballte Handelspower aus dem Tiroler Handelshaus: Klaus Mantl, Leopold Wedl, Lorenz Wedl,Tobias Waidhofer.

© Handelshaus Wedl

TeamplayerGeballte Handelspower aus dem Tiroler Handelshaus: Klaus Mantl, Leopold Wedl, Lorenz Wedl,Tobias Waidhofer.

christian novacek 02.02.2018

Starke Haudegen im rauen Westen

Die Tiroler Wedl-Gruppe steigert den Erlös um satte vier Prozent und reüssiert besonders in der Gastro-Zustellung.

••• Von Christian Novacek

MILS/TIROL. Einst war das Nah&Frisch-Handelshaus Wedl die Nah&Frisch-Bastion des Westens – mittlerweile mutierte das Familienunternehmen erfolgreich zum großen Player im Gastro-Großhandel, mit einem Erlös von zuletzt 340 Mio. €. Insbesondere im forcierten Bereich der Zustellung konnte eine Steigerung um 8,3% erzielt werden, mithin entfallen bereits zwei Drittel der Gastroumsätze auf die Zustellung. Wermutstropfen dabei: Das Geschäft mit den C+C Märkten stagniert. Nicht zuletzt allerdings wegen eines praktischen Grundes: „Wir mussten den C+C Markt in Mils aufgrund von Platzbedarf für das angrenzende Zustelllager in der Firmenzentrale schließen”, führt Leopold Wedl aus. Darüber hinaus: „Aus strategischer Sicht mussten wir uns von einigen Großkunden vor allem im Wiener Raum trennen.”

Umsätze in Bewegung

Umso imposanter wiegt das Faktum, dass diese Einbußen im Erlös offenbar überkompensiert wurden: „Wie schon im Vorjahr, hat es einige Umsatzverschiebungen gegeben – primär verschuldet durch diverse Wetterkapriolen. Der Winter setzte mit etwas Verspätung ein, Frühling und Sommer hingegen sehr früh. Das bescherte uns eine starke Sommersaison mit teils zweistelligen Zuwachsraten”, zeigt sich Wedl zufrieden. Das Handelshaus in seiner Gesamtheit, also u.a. inkl. Kaffee-Vertrieb und Einzelhandel, stand 2017 für ein Umsatzgewicht von 510 Mio. €.

Stichwort Einzelhandel, das heißt Nah&Frisch: Da waren die letzten Jahre in diesem Bereich etwas durchwachsen und leicht rückläufig. Mit Ende des vergangenen Jahres konnten indes fünf neue Standorte hinzugewonnen werden.
Das Tiroler Handelshaus ist aber nicht nur in den Bergen verwurzelt, es hat auch international seine Fühler gut ausgestreckt: „Wir sind stolz auf unsere internationale Tätigkeit vor allem im Raum Norditalien”, betont Wedl unter Verweis auf die Firma Wörndle Interservice. „Damit haben wir in Bozen einen renommierten Betrieb, von wo aus wir Topgastronomen in ganz Oberitalien und bis nach Rom regelmäßig beliefern.” Die Zuwachsraten ebenda waren zuletzt gut zweistellig.
Nebeneffekt: Auf diese Art hat das Handelshaus einen soliden Zugang zu den am heimischen Markt stetig beliebter werdenden italienischen Feinkostspezialitäten.

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