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Supermarkt der Zukunft © Amazon

Amazon Go Keine Warteschlangen, kein Kleingeld, shoppen und wieder gehen – das ist das neue Konzept, mit dem Amazon in den stationären Lebensmittelhandel eintreten möchte.

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Amazon Go Keine Warteschlangen, kein Kleingeld, shoppen und wieder gehen – das ist das neue Konzept, mit dem Amazon in den stationären Lebensmittelhandel eintreten möchte.

Nataša Nikolic 09.12.2016

Supermarkt der Zukunft

Mit Amazon Go steigt der Onlinehändler bald in den stationären Lebensmittelhandel ein – vorausgesetzt, das Pilotprojekt schlägt ein.

••• Von Nataša Nikolic

SEATTLE. Mit dem Claim „Just walk out” testet der Onlineriese Amazon derzeit in Seattle sein neues Lebensmittel-Konzept Amazon Go. Keine Mitarbeiter, keine Kassen, keine Warteschlange – so lässt es sich Amazon Go kurz zusammenfassen. Der Kunde betritt mit seinem Smartphone über die Amazon Go-App den Laden, stöbert durch das Sortiment und nimmt sich die Produkte einfach mit. Der Einkauf wird automatisch registriert und zur „virtuellen Karte” hinzugefügt – hat sich der Kunde umentschieden und legt das Produkt zurück, wird es von der Liste gestrichen. Hat der Kunde alle Einkäufe beisammen, spaziert er einfach aus dem Shop raus – die App belastet dann automatisch das Amazon-Konto.

Wer sich jetzt noch immer nichts darunter vorstellen kann, findet ein Video auf Amazon.com; darin wird auch die Technologie, die dahinter steckt, kurz angerissen. Sie soll jener von selbstfahrenden Autos ähnlich sein; es fallen Begriffe wie Computer Vision, Deep Learning Algorithms und Sensor Fusion. Was genau dahinter steckt, wird nicht verraten. Im besagten Video wird allerdings deutlich, dass jeder Griff des Kunden ins Regal akribisch verfolgt und gescannt wird.

Rollout in den USA

Derzeit ist Amazon Go noch in der Testphase, aber Anfang 2017 öffnet der futuristische Supermarkt die Pforten für Kunden. Ob der Zutritt zum Store nur Prime Fresh Club-Mitgliedern vorbehalten bleibt, ist noch unklar. Mit AmazonFresh startete der Versandhändler bereits ins Lebensmittel-Versandgeschäft und geht nun den nächsten Schritt. Sollte das Pilotprojekt erfolgreich sein, plant Amazon, einem Artikel von Business Insider zufolge, in den nächsten zehn Jahren bis zu 2.000 Lebensmittelläden in den USA zu eröffnen.

Rund um die Uhr

Die Idee vom Lebensmittel­laden ohne Verkaufspersonal und ohne Kassen ist nicht neu. In Schweden gibt es bereits einen Supermarkt, der rund um die Uhr geöffnet hat und ähnlich wie Amazon Go über eine App betreten wird. Allerdings scannt der Schwede seine Einkäufe mit dem Smartphone ab, bevor er den Laden damit verlassen kann – das will Amazon seinen Kunden ja ersparen.

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