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Teekanne legt um 5,2% im Umsatz zu © Teekanne

Nach über zwei Jahrzehnten bei Nestlé übernahm der gebürtige Tiroler Thomas Göbel mit August 2020 die Geschäftsführung bei Teekanne in Salzburg.

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Nach über zwei Jahrzehnten bei Nestlé übernahm der gebürtige Tiroler Thomas Göbel mit August 2020 die Geschäftsführung bei Teekanne in Salzburg.

Redaktion 29.04.2022

Teekanne legt um 5,2% im Umsatz zu

Verantwortlich für das Plus sind steigende Exportzahlen und das Comeback von Gastro und Hotellerie.

SALZBURG. Mit einem Bruttoumsatz von 151 Mio. € (Österreich und CEE) präsentierte sich Teekanne auch im zweiten Corona-Jahr krisenfest: Mitverantwortlich für die positive Entwicklung (+5,2%) ist nicht zuletzt der wieder gestiegene Absatz in Gastronomie und Hotellerie: „Nachdem Out-of-Home rund 20 Prozent des Inlandsgeschäfts ausmacht, war der pandemiebedingte Einbruch im vergangenen Geschäftsjahr für uns sehr herausfordernd”, betont Teekanne-Geschäftsführer Thomas Göbel. Das Unternehmen sei zwar im Gastro-Segment noch nicht wieder auf dem Vorkrisenniveau angelangt. „Aber mit einer Steigerung von mehr als 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr sind wir auf einem sehr guten Weg”, so Göbel.

Nummer 1 in Prag und Laibach

Ganz nach Plan verlief das vergangene Geschäftsjahr auch in den Exportländern, wo man an die starke Entwicklung der letzten Jahre anknüpfen konnte. Von Salzburg aus verantwortet Teekanne das Teegeschäft für den gesamten osteuropäischen Raum, exportiert wird in 14 Länder. Der Anteil am Gesamtumsatz beträgt mittlerweile mehr als 60%; in Tschechien und der Slowakei konnte das Unternehmen seine Marktführerschaft 2021 weiter ausbauen, in Ungarn ist man auf Platz 2 vorgerückt.

Gravierende Ernteverluste

Neben den allgemeinen Preissteigerungen hebt Göbel auch die Situation am Rohstoffmarkt als „sehr herausfordernd” hervor – und nennt als Beispiel die überwiegend aus Chile bezogene Hagebutte, die zentraler Bestandteil der meisten Früchtetees ist. „Aufgrund von Lockdowns und strengen Quarantänemaßnahmen konnten viele Sammler überhaupt nicht oder erst verspätet ihrer Arbeit nachgehen.” Ernteverluste von 80% seien die Folge gewesen – längerfristig negative Auswirkungen auf die Ertragslage seien ebenso zu erwarten wie manche Preisanpassung. (red)

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