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Umfrage: Lieber smartes Banking als smarter Kühlschrank Petra Rautenstrauch

CEO Luc Truyens, ING DiBa-Austria

Petra Rautenstrauch

CEO Luc Truyens, ING DiBa-Austria

Redaktion 10.05.2017

Umfrage: Lieber smartes Banking als smarter Kühlschrank

Nur 17% der Österreicher würden Lebensmittel online bestellen.

WIEN. So richtig wollen die Österreicher die Digitalisierung bzw. Automatisierung noch nicht in ihr Privatleben lassen. Was am Arbeitsplatz zusehends Standard wird, braucht zuhause noch Zeit und Vertrauensaufbau. Nur 17% der Österreicher wären froh, wenn fehlende Lebensmittel automatisch via Internet nachbestellt würden. Beim digitalen Banking sind wir weiter: Die automatische Überweisung vom Sparkonto auf das leere Girokonto ist 29% recht. Computergesteuerte Anlageempfehlungen begrüßen 43%. Wobei es deutliche Unterschiede zwischen Jung und Alt gibt: 28% der 18- bis 24-Jährigen würden sich damit gern anfreunden, bei den über 60-Jährigen sind es nur 9%.

Deutlich wurde dies durch die Umfrage der ING-DiBa Austria im Rahmen der ING International Survey, bei der in 13 Ländern Europas repräsentative Erhebungen durchgeführt wurden.
Digitale Alltagsservices werden noch misstrauisch beurteilt, selbst wenn es um ganz einfache Angelegenheiten geht. Im Vergleich zu den anderen Nationen gehören die Österreicher nach den Niederländern zu den größten Skeptikern: insgesamt 20% würden sich über automatische Nachbestellung von Milch in Deutschland freuen, 23% wären es in Frankreich, 34% in Spanien und sogar 46% in Italien.

Beim digitalen Finanzmanagement scheinen die Österreicher bereits einen Schritt weiter zu sein. So meinten 29% der Befragten, dass sie sich bei einem Minus am Girokonto mit einer automatischen Geldüberweisung von ihrem Sparkonto durchaus wohlfühlen würden.
Insgesamt 43% der Österreicher stehen computergesteuerten Investitionsprogrammen positiv gegenüber. So würde nahezu jeder Dritte (genau: 30%) Anlageempfehlungen eines entsprechenden Banking-Tools begrüßen, und 13% würden einen Robo-Advisor in Anspruch nehmen, wenn die letztendliche Entscheidung bei ihnen liege.

Luc Truyens, CEO der ING-DiBa Austria, freut sich über dieses Ergebnis und meint: „Das Ergebnis zeigt, dass die Menschen zusehends in digitale Finanzservices vertrauen. Nun geht es darum, diese Entwicklung gemeinsam mit den Kunden Schritt für Schritt weiterzugehen. Es geht darum, das richtige Tempo zu finden und die Menschen nicht zu überfordern.“
Letztendlich würden die Ergebnisse zeigen, wie hoch die Akzeptanz von digitalisierten Bankingservices bereits sei, so Truyens. „Die Kontrolle über ihre Finanzen – wohl genauso wie darüber, was im Kühlschrank ist – möchten die Menschen aber noch nicht abgeben“, erklärt Truyens weiter. Es werde nun fortan darum gehen, einfache Tools anzubieten, ohne die Menschen zu überfordern. „Im Einzelhandel, aber auch bei Banken gelingt dies in vielen Bereichen bereits sehr gut“, so Truyens Fazit. (OTS)

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