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Viel Potenzial in einem brutal umkämpften Markt © Intersport Austria/APA-Fotoservice/Schedl

SportreportMathias Boenke (Intersport), Thomas Schwabl (Marketagent.com) und Ralph Hofmann (Intersport) wissen, wie sportlich Österreich wirklich ist.

© Intersport Austria/APA-Fotoservice/Schedl

SportreportMathias Boenke (Intersport), Thomas Schwabl (Marketagent.com) und Ralph Hofmann (Intersport) wissen, wie sportlich Österreich wirklich ist.

christian novacek 05.10.2018

Viel Potenzial in einem brutal umkämpften Markt

Im Sporthandel folgte Decathlon auf XXL, aber Intersport legt trotz Marktturbulenzen zweistellig zu.

••• Von Christian Novacek

Bei Intersport gibt es einen neuen Sportreport im Rucksack – und einen neuen Geschäftsführer für Österreich in der Auslage: Seit 1. Oktober hat Thorsten Schmitz, 40, die Verantwortung für die Märkte in Österreich, der Slowakei, Tschechien und Ungarn. Schmitz soll den Wachstumskurs der Intersport Austria – zuletzt und auch heuer wieder: zweistellig – aus den vergangenen Jahren fortsetzen.

Der neue Chef der Intersport Austria GmbH kommt aus den eigenen Reihen: Schmitz war Leiter im Sortiment/Vertrieb für Intersport in Österreich, der Slowakei, Tschechien und Ungarn. Vorgänger Mathias Boenke, 52, wechselte zum 1. Oktober als Vorstand für den Bereich Intersport nach Heilbronn. „Dass wir mit Thorsten Schmitz einen Kandidaten aus unserer Mannschaft für diese wichtige Aufgabe gefunden haben, freut mich ganz besonders. Thorsten ist ein Teamspieler mit hoher operativer und strategischer Kompetenz. Er versteht den Markt und unsere Händler bestens. Mit ihm werden wir unsere hervorragende Marktposition weiter ausbauen”, erklärt Boenke.

Best in town

Dass diese Marktposition mächtig ist und bleibt, davon geht Boenke aus – und er liefert auch die aus seiner Sicht schlüssige Begründung dafür: „Ich führe das ganz klar auf unseren Ansatz zurück, der Beste in der Stadt sein zu wollen.” Der Beste am jeweiligen Ort hat dann etwa in der SCS seinen Sortimentschwerpunkt stark auf die Textilien gewichtet – und im Stubaital dann logischerweise auf die Ski und Skitourenkompetenz.

Insgesamt betreiben die 110 Intersport-Mitglieder 290 Geschäfte in Österreich – mit evidentem Erfolg, der für eine Marktführerschaft jenseits der 30%-Marke stehen dürfte. Gerade im seit rund zwei Jahren immer heißer umkämpften Markt mit vielen neuen Playern (Sports experts, XXL und zuletzt Decathlon) ist das schon eine Marke. „Der Markt ist brutal umkämpft”, resümiert Boenke, „aber die Kombination von globalem Auftritt und lokalem Ansatz hat sich für uns bestens ausgezahlt.”

Intersport Sportreport 2018

Dass dem so ist, belegt nicht zuletzt der aktuelle, zum zweiten Mal von Marketagent.com erhobene Sportreport. Demnach ist Intersport ein echter Sympathiekaiser: Im Vergleich zur Bestandsaufnahme im Vorjahr hat sich die Sympathie um satte fünf Prozentpunkte von 38 auf 43% steigern lassen. Auch das Vertrauen in die Marke ist mit 38% Zustimmung deutlich ausgeprägt.

Sport darf auch kosten

Aber auch in den allgemeinen Sport-Trends finden sich positive Aspekte für Intersport wieder. Zuallererst: Die durchschnittlichen Ausgaben für die sportliche Aktivität sind im Vergleich zum Vorjahr um 28% auf 276 € pro Jahr und Sportler angestiegen.

Und auch dass dieser Trend anhält, liegt nahe – dafür reicht bereits ein Blick auf die neu erstandene Generation der eBiker: Unglaubliche 750.000 Konsumenten erwägen die Anschaffung eine eBikes. Der Niederschlag in den Verkaufszahlen kann dann mithin nur positiv sein. „Dieser Trend hat seinen Peak noch nicht erreicht”, ist Boenke überzeugt. Speziell die neue Ausgabe der Bikes mit integrierten Akkus soll zusätzlich pushen. Grundsätzlich gilt bereits: Kein Sportgerät ist häufiger im Einsatz als das eBike!
Ebenso ist das grundlegende sportliche Befinden der Österreicher solide: „Mehr als zwei Drittel der Österreicher sind sportbegeistert, 14 Prozent sagen sogar, dass aktiver Sport ihr Leben prägt und aus diesem nicht wegzudenken ist”, berichtet der mit der Durchführung der Studie beauftrage Marketagent Thomas Schwabl.
Damit liegt Österreich im Ländervergleich im Durchschnitt (vgl. dazu Deutschland 59%, Ungarn 76%, Tschechien und Slowakei 79%). In Zeit gefasst, sportelt der Österreicher rund fünf Stunden in der Woche.

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