RETAIL
Wenn „Milch” nicht gleich Milch ist © Billa/Harson

Felix Hnat, Vegane Gesellschaft, Elke Wilgmann, Billa-Vorständin Consumer.

© Billa/Harson

Felix Hnat, Vegane Gesellschaft, Elke Wilgmann, Billa-Vorständin Consumer.

Redaktion 30.09.2022

Wenn „Milch” nicht gleich Milch ist

WIEN. Tierische Milch gilt als Lebensmittel und unterliegt einem Umsatzsteuersatz von zehn Prozent. In zahlreichen europäischen Ländern wie Dänemark, Frankreich oder Irland ist pflanzliche Milch dem tierischen Produkt gleichgestellt und wird auch so besteuert. Nicht so in Österreich; hier sind Pflanzendrinks ein Getränk und unterliegen dem normalen Umsatzsteuersatz. Darum fordern nun Billa und die Vegane Gesellschaft Österreich eine steuerliche Gleichstellung von Kuhmilch und den pflanzlichen Alternativen.

Felix Hnat, Obmann der Veganen Gesellschaft: „Man muss bedenken, dass die Differenz ca. 20 bis 25 Cent je Packung bzw. Liter bedeuten. Das ist in Anbetracht der jetzigen Inflation enorm. Eine Steuersenkung würde den Kunden definitiv Entlastung bieten. Bei vier Liter pro Haushalt und Woche macht das 50 Euro oder mehr pro Jahr.” Es betrifft einige: In der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen essen laut Billa Österreich Report bereits 28% kaum mehr Fleisch, 46% haben laut einer aktuellen Umfrage den Konsum tierischer Produkte in den letzten Jahren bewusst reduziert. (red)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL