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Wie kommt Bio ins Brot? © Joseph Brot/Cathrine Stukhard

Gutes Brot braucht Zeit: Statt 24.000 maschinellen Semmeln stündlich macht der Joseph Brot-Bäcker 26.000 Stück im Jahr.

© Joseph Brot/Cathrine Stukhard

Gutes Brot braucht Zeit: Statt 24.000 maschinellen Semmeln stündlich macht der Joseph Brot-Bäcker 26.000 Stück im Jahr.

Redaktion 11.11.2016

Wie kommt Bio ins Brot?

Brot und Bio ist eine Symbiose mit viel Potenzial – allerdings ist der Anbau von Bio-Getreide aufwendig.

WIEN. Brot und Bio geht gut zusammen – sowohl im Supermarkt unter den Leading Brands Ja! Natürlich und Spar Natur*pur; aber auch für den privaten Bäckereibetrieb bietet das Brotgeschäft in der Bionische jede Menge Potenzial. Kongeniale Umsetzungen dazu stammen von Joseph Brot, der Vollkornbäckerei Waldherr oder der seit 2010 aktiven Bio-Holzofenbäckerei Gragger & Cie im 1. Wiener Bezirk. Bemerkenswert: Wien produziert mehr Brotgetreide als Salzburg, Tirol und Vorarlberg zusammen.

Jede Menge Bio-Tricks

Dabei ist der Bio-Trend schon beim Rohstoff Getreide mit Samthandschuhen anzufassen: Da im Kampf gegen Schädlinge keine Chemie verwendet wird, liegt viel Sorgfalt auf der Sortenwahl – die sollte weniger krankheitsanfällig sein. Weiters hält die weniger dichte Aussaat Feuchtigkeit im Zaum – es sprießen weniger Pilze, und das Getreide ist gesünder; allerdings fällt der Ertrag geringer aus.

An erster Stelle steht aber, den Boden gesund zu halten! Das verbessert die Aufnahmefähigkeit für die Pflanzen. Die Zufuhr an Nährstoffen steht an zweiter Stelle. Gedüngt wird mit organischer Substanz – auch als einladende Geste gegenüber Regenwürmern und anderen ­Bodenlebewesen. (nov)

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