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Zuckerrausch ade © Spar/eva.trifft

Friedrich Hoppichler vom vorsorgemedizinischen Institut SIPCAN und Spar-Vorstandsvorsitzender Gerhard Drexel.

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Friedrich Hoppichler vom vorsorgemedizinischen Institut SIPCAN und Spar-Vorstandsvorsitzender Gerhard Drexel.

Redaktion 15.11.2019

Zuckerrausch ade

Die von der Spar initiierte zucker-raus-initiative zählt ­bereits 34 Unterstützer; neu dabei: „wir sind diabetes”.

SALZBURG. 810 t Zucker hat Spar seit Anfang 2017 durch die Überarbeitung von Rezepturen bei den Eigenmarken eingespart. Darüber hinaus hat der Händler mit Sitz in Salzburg mit der zucker-raus-initiative, der Allianz gegen zu viel Zucker, den Schulterschluss zwischen Ärzten, medizinischen Verbänden, der Lebensmittelindustrie und dem Lebensmittelhandel initiiert: 34 Partner engagieren sich, um die Gesellschaft weniger zuckerreich zu gestalten. Neuester Partner der Allianz ist der Verein „wir sind diabetes”, eine Interessenvertretung der Diabetiker.

Schwelgen im Zuckerberg

Die Österreicher essen im Durchschnitt pro Kopf laut Statistik Austria immer noch 91 g Zucker pro Tag – die WHO empfiehlt 50 bzw. 25 g. „Die Nachteile des übermäßigen Zuckerkonsums für die Gesundheit liegen auf der Hand”, führt Friedrich Hoppichler vom vorsorgemedizinischen Institut SIPCAN aus. „Adipositas und Diabetes sind zwei Schlagwörter in diesem Zusammenhang, die niemand unterschätzen darf. Denn heute sind bereits 600.000 Menschen in Österreich an Diabetes erkrankt.”

Spar-Vorstandssprecher Gerhard Drexel ergänzt: „Wir sehen uns verpflichtet, Konsumenten mit unseren Spar-Eigenmarken auch Produkte anzubieten, die keinen zugesetzten Zucker enthalten oder nur so wenig Zucker wie möglich.”

Adipositas im Vormarsch

Ein im Oktober erschienener Bericht der OECD zeigt auf, dass in Österreich bereits fast jeder fünfte Erwachsene adipös ist und Adipositas verursacht laut dieser Studie im Schnitt rund 70 Prozent der Diabetes-Behandlungskosten. (red)

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