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Zwischen gut und billig © Landwirtschaftskammer Öesterreich/APA-Fotoservice/Schedl

Kritik von Landeswirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger: Der Handel verlangt zu viel und zahlt zu wenig.

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Kritik von Landeswirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger: Der Handel verlangt zu viel und zahlt zu wenig.

Redaktion 01.02.2019

Zwischen gut und billig

Österreichs Bauern sehen sich in der Bredouille zwischen hohen Standards und den niedrigen Preisen im Lebensmittelhandel.

WIEN. Der Präsident der Landwirtschaftskammer, Josef Moosbrugger, spricht von einer Zwickmühle der heimischen Bauern zwischen Niedrigpreisen und hohen Tierschutz- sowie Pestizidstandards. Bei der Agrar-Fachkonferenz „Wintertagung” appellierte Moosbrugger zu Beginn der Woche an den Lebensmittelhandel, faire Preise zu zahlen: „Im Regal zählt zu oft der Preis, das hält die Landwirtschaft nicht aus.”

Der Bauernvertreter warnte davor, dass immer mehr landwirtschaftliche Betriebe in Österreich zusperren und dann ausländische Agrarprodukte mit niedrigen Standards importiert werden müssten.

Österreich als Aktionsland

Auch sein Diskussionspartner, der Rewe-Österreich-Chef Marcel Haraszti, sieht eine Preisproblematik: „Leider ist Österreich ein starkes Aktionsland. Das sind die Geister, die wir gemeinsam gerufen haben”, sagte er. Man könne aber weder Bauern noch Arbeitnehmervertreter immer zufriedenstellen: „Von der Arbeiterkammer heißt es, wir sind zu teuer, von den Bauern heißt es, wir sind zu billig. ”

Er verwies darauf, dass die Herkunft von Lebensmitteln in der Gastronomie und bei Essenszustellern im Vergleich zum Lebensmittelhandel noch kein großes Thema sei. (APA)

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