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Family Business?! © IfM-Institut für Management/Andreas Kolarik

Werner Beutelmeyer, Christian Fuchs, Tanja Graf, Wolfgang Reiger, Monica Rintersbacher, Gerhard Wührer (v.l.).

© IfM-Institut für Management/Andreas Kolarik

Werner Beutelmeyer, Christian Fuchs, Tanja Graf, Wolfgang Reiger, Monica Rintersbacher, Gerhard Wührer (v.l.).

Georg Sander 26.04.2019

Family Business?!

Die Salzburger Management-Kaderschmiede IfM Institut lud zu einem Kaminabend über Familienunternehmen.

••• Von Georg Sander

SALZBURG. Die Gäste fanden sich in der altehrwürdigen Bibliothek im Schloss Leopoldskron ein, um über das neue Family-Business-Buch „Patriarchat versus Streichelzoo. Wie ticken Familienunternehmen wirklich?” von Marktforscher Professor Werner Beutelmeyer und Family Business-Experte Christian Fuchs zu sprechen. In ihrer Begrüßung und Einleitung wiesen IfM-Geschäftsführer Wolfgang Reiger, der wissenschaftliche Leiter des IfM Instituts, Universitätsprofesser Gerhard Wührer und die Nationalratsabgeordnete und Unternehmerin Tanja Graf auf die außerordentliche Bedeutung der Familien­betriebe in der heimischen Wirtschaftslandschaft hin.

Die beiden Referenten schließlich schmückten den Vortrag mit zahlreichen Beispielen aus, wie ein Familienunternehmen in Theorie und Praxis funktionieren kann. So heißt es beispielsweise beim Marmeladenproduzenten Heinz Staud: „Der größte Fehler von vielen ist, sich nicht rechtzeitig Gedanken über die Nachfolge zu machen. Den Fehler habe ich nicht gemacht. Ich versuche, Schritt für Schritt loszulassen, auch wenn es nicht einfach ist.”
Nicole Ehrlich-Adam, Geschäftsführerin und Eigentümerin der Evva, sieht es so: „Ich habe mir geschworen, meine Kinder den Weg gehen zu lassen, den sie wirklich gehen wollen.” Wollte wer einsteigen, gelte, dass „sie sich einem Hearing stellen, um zu zeigen, inwiefern sie geeignet sind”.

Familienverfassung

Ein Schlüssel zu einer gelungenen Übergabe von der einen Generation auf die andere ist eine ‚Familienverfassung'. Erarbeitet man diese gemeinsam, dann biete sie Klarheit. Die Autoren sagen: „Fakt ist, dass etwa 70 Prozent der Familienbetriebe von der ersten in die zweite Generation und knappe 40 Prozent von der zweiten in die dritte Generation übergeben werden. Nicht einmal fünf Prozent schaffen es von der dritten zur vierten Generation.”

Diese Verfassung wäre auch ein Vorteil gegenüber einem Gesellschaftsvertrag, da es auch eine emotionale Bindung gebe. Es gilt als bewiesen, dass derartige Verträge ein Unternehmen erfolgreicher machen. Genaueres gibt es im Buch der beiden Autoren zu lesen.

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