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willhaben Job-Umfrage: So beeinflusst die Corona-Pandemie die Arbeitswelt der Österreicher © willhaben

Markus Zink, Head of Jobs bei willhaben

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Markus Zink, Head of Jobs bei willhaben

Redaktion 13.12.2021

willhaben Job-Umfrage: So beeinflusst die Corona-Pandemie die Arbeitswelt der Österreicher

Mehr als die Hälfte sehen Pandemie als Chance für berufliche Fortbildung oder Umorientierung.

WIEN. Das Fortwirken der Corona-Pandemie hat den heimischen Arbeitsmarkt stark verändert. Einmal mehr prägen wieder Lockdown, Kurzarbeit und Homeoffice den Alltag der Österreicher. Im Hinblick auf die sich verändernden Arbeitsbedingungen hat willhaben gemeinsam mit dem Markt- und Meinungsforschungsinstitut marketagent insgesamt 1.050 Österreicher zum Thema Jobsuche befragt. Die Studie beleuchtete dabei unter anderem die Arbeitssuche während der Pandemie. Sie umfasste Personen im Alter zwischen 15 und 59 Jahren, die aktuell auf Jobsuche sind beziehungsweise in den vergangenen zwölf Monaten auf Jobsuche waren.

Pandemie als Anstoß für berufliche Fortbildung und Umorientierung
Dass die Corona-Pandemie unseren Arbeitsmarkt und insbesondere einige Wirtschaftszweige radikal auf den Kopf gestellt hat, ist deutlich spürbar. Mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) sahen in der Krise allerdings auch eine Chance zur beruflichen Weiterbildung oder Umorientierung. 21 Prozent nahmen an Fortbildungen, Kursen oder Online-Seminaren zu ihrem aktuellen Job oder anderen branchenrelevanten Themen teil. 19 Prozent bildeten sich für einen anderen Job oder eine andere Branche weiter. Das vermehrte Interesse für Fortbildung und berufliche Neuordnung ist auf mehrere Aspekte zurückzuführen. „Das liegt vor allem daran, dass viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus ihrer beruflichen Routine gefallen sind und erkannt haben, was ihnen tatsächlich wichtig ist. So ist der gesteigerte Wunsch nach beruflicher Veränderung zu erklären. Deshalb sind auch Weiterbildungsangebote hoch im Kurs”, weißMarkus Zink, Head of Jobs bei willhaben.

Wahl des Verkehrsmittels am Weg in die Arbeit für fast 30 % verändert

Weiters befasste sich die Befragung mit den Auswirkungen der Pandemie auf das Mobilitätsverhalten der Österreicher am Weg in die Arbeit. Aus der Studie ging hervor, dass sich die Art der Anreise zum Arbeitsplatz für 28,5 Prozent der Befragten seit der Pandemie verändert hat. 36,2 % der Befragten, für die sich etwas geändert hat, gaben an, dass sie für ihren Arbeitsweg nun vermehrt auf das Auto zurückgreifen. Zugleich gaben fast 16 Prozent an, seltener öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Fast genauso viele gehen nun öfter beziehungsweise mehr Strecken zu Fuß. 14,3 % setzen vermehrt auf das Fahrrad.

Homeoffice nach wie vor hoch im Kurs
Die Ergebnisse der Umfrage zeigen ebenso, dass Remote Work nach wie vor weit oben auf der Prioritätenliste der Jobsuchenden steht. Ganze 86 Prozent der Befragten sprachen sich dabei für die Möglichkeit zum Homeoffice aus. Was das Ausmaß der Homeoffice-Tage betrifft, wurden drei Tage pro Woche als die beliebteste Variante genannt. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) gaben an, dass ihr Arbeitgeber zum Zeitpunkt der Umfrage keine Möglichkeit zum Homeoffice biete. Ein großer Teil - nämlich 40 Prozent - begründete dies allerdings damit, dass Homeoffice in den betreffenden Fällen arbeitstechnisch schlichtweg nicht möglich sei.

Über die Auswertung
Das Markt- und Meinungsforschungsinstitut marketagent hat im Auftrag von willhaben im Zeitraum vom 20. bis 29. Oktober 2021 insgesamt 1.050 Interviews zum Thema „Jobsuche“ durchgeführt. Das Sample steht repräsentativ für die österreichische Bevölkerung.  (red)

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