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Der perfekte POS-Auftritt © Packservice

Alternative Das Mehrwegdisplay bewältigt durch seine stabile Bauweise mit Leichtigkeit die Anforderungen an Transport und Logistik. Und es ist ökologischer.

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Alternative Das Mehrwegdisplay bewältigt durch seine stabile Bauweise mit Leichtigkeit die Anforderungen an Transport und Logistik. Und es ist ökologischer.

Redaktion 01.03.2019

Der perfekte POS-Auftritt

POS-Displays können einem Markt höhere Umsätze bescheren. Neu: Die umweltschonende Mehrwegvariante.

WIEN. Es soll Personen geben, die gewisse Produkte nur deshalb gekauft haben, weil sie auf einem POS-Display standen. Sei es, weil das Display so auffällig war, sei es, weil man am „Stammplatz” des Produkts im Regal diesmal nicht vorbeigekommen ist. Stichwort: Zweitplatzierungen.

Über die verschiedenen Arten des POS-Displays sprach ­medianet mit Joachim Kratschmayr, Geschäftsführer von Packservice, dem Marktführer im Displaybau in Österreich.


medianet:
POS-Displays sind aus dem Handel nicht mehr wegzudenken. Was sind die Vorteile eines POS-Displays?
Joachim Kratschmayr: POS-Displays werden zu unterschiedlichen Zwecken genutzt. Zum einen werden sie zur Neueinführung von Produkten, die noch keinen Platz im Regal haben, genutzt. Zum anderen werden sie aber auch für Aktionen in der sogenannten Zweitplatzierung – im Regal und an einer oder mehreren weiteren Plätzen im Markt – angeboten. Hier ist vor allem die mehrfache Platzierung ein Garant für mehr Abverkauf. Grillgewürze können zum Beispiel im Regal, aber auch an der Fleischtheke oder bei der Grillkohle stehen. Durch Zweitplatzierungen werden höhere Umsätze in den Märkten erzielt.

medianet:
Die ‚Aktion' ist vorbei, das POS-Display leer: Was passiert mit dem guten Stück?
Kratschmayr: Nach den Aktionen wird das gute Stück der Kartonpresse zugeführt – und somit der Wiederverwertung. Leider verursacht auch die Wiederverwertung von Kartonagen Umweltbelastungen. In diesem Fall gilt die Devise: Karton vermeiden! Mehrwegsysteme bevorzugen!

medianet:
Das gemeine POS-Display belastet also die Umwelt. Ist das Mehrwegdisplay eine echte Alternative?
Kratschmayr: Auf jeden Fall! Beim Mehrwegdisplay fallen rund 6 bis 8 Kilo, das ist das durchschnittliche Nettogewicht eines Einweg-POS-Displays, an Kartonagen weg. Und gebrandet kann ein Mehrwegdisplay genauso werden. Es ist aber schon ein Unterschied, ob ich 200 Gramm Papier oder 8 Kilo Karton entsorgen muss.

Dazu kommt: Das Mehrwegdisplay ist stabiler und weniger anfällig für Schäden. Feuchtigkeit zum Bespiel kann einem Display aus Pappe schon mal seine Grenzen aufzeigen. Putzwasser, aber auch Schwitzwasser, stellt hier ein großes Problem dar. Es ist passend für Paletten und Dollies und bietet insbesondere schweren Produkten, wie Getränkeflaschen, maximale Stabilität und Schutz während des Transports.


medianet:
Wie weit ist die Einführung von Mehrwegdisplays in Österreich? Wann werden wir sie in Geschäften sehen?
Kratschmayr: Sie scharrt quasi in den Startlöchern. Zwei Jahre wurde das Projekt in einer Arbeitsgruppe des Logistikverbundes Mehrweg mit Vertretern von Herstellern und Händlern sowie Packservice entwickelt. Die Pilotphase, kontrolliert von Pulswerk (Beratungsunternehmen des Österreichischen Ökologie-Instituts, Anm.), wurde in Spar-Geschäften in Wien und Niederösterreich durchgeführt. Das Ergebnis übertraf unsere Erwartungen – mindestens 60 Prozent Kartoneinsparung beim Mehrwegdisplay! Bei drei Millionen Displays jährlich stellt die Realisierung des Mehrwegdisplays einen Meilenstein in Richtung Ressourcenschonung und CO2-Reduktion dar.

Die Verhandlungen zur Akzeptanz des neuen Displaytyps laufen zurzeit sehr erfolgreich, das Interesse der Markenartikelindustrie ist durch den Aspekt der ökologischen Nachhaltigkeit sehr groß. Mit einem Rollout in Österreich ist im Laufe des Jahres 2019 zu rechnen, insbesondere weil auch Händler den Einsatz für Eigenmarken planen.

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