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Fans gaben bei der WM 2018 rund 1,3 Milliarden Euro aus © APA/Herbert Neubauer
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Redaktion 23.07.2018

Fans gaben bei der WM 2018 rund 1,3 Milliarden Euro aus

Das größte russische Finanzinstitut Sberbank analysierte die Verwendung ausländischer Kreditkarten während der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland.

MOSKAU. Zwischen 14. Juni und 16. Juli 2018 gaben Gäste aus dem Ausland rund EUR 1,3 Milliarden in Russland aus. Dabei wurden Kreditkartenkäufe, Bankomatzahlungen, Barzahlungen und Währungswechsel innerhalb des Sberbank-Netzwerks berücksichtigt.

Das meiste Geld wurde für Hotels ausgegeben
Fußballfans gaben den größten Teil ihres Geldes für Hotels und Restaurantbesuche aus, wobei der größte Anstieg der Ausgaben im Sportartikelsegment zu verzeichnen war. Hotels nahmen während der Fußballweltmeisterschaft rund EUR 67,9 Millionen ein, wobei die Gesamtsumme noch höher lag, da die Fans ihre Unterkünfte oft im Voraus oder durch ausländische Reiseveranstalter buchten.

Die Nikolskaja-Straße in Moskau, eine Fußgängerzone mit zahlreichen Restaurants und Bars in der Nähe des Roten Platzes, auf der häufig nach den Spielen gefeiert wurde, war ein zentraler Dreh- und Angelpunkt für die Ausgaben der Fußball-Fans. Die durchschnittliche Rechnung auf der Nikolskaja-Straße betrug rund EUR 120, also 3,5 Mal mehr als an gewöhnlichen Tagen.

USA, Mexiko und China führen im bargeldlosen Zahlungsverkehr
Während des Turniers betreute das Sberbank-Netzwerk Kunden aus über 190 Ländern weltweit. Der größte Zuwachs (+ 17,4%) wurde bei Transaktionen mit Kredit- und Bankomatkarten aus den USA mit einem Plus von 113.000 Karten verzeichnet. Karten aus Mexiko rangierten auf Platz zwei (63.000), gefolgt von chinesischen Karten (33.000). Zu den neuen Ländern, deren Karten zum ersten Mal innerhalb des Sberbank-Netzwerks registriert wurden, gehörten Äthiopien, die Republik Vanuatu, Tonga und Guinea-Bissau.

Bargeld ist nicht immer König
8,2% aller Ausgaben wurden durch Bargeldabhebungen am Geldautomaten abgedeckt, rund 6% entfielen auf in Rubel eingewechseltes Geld. Ein großer Teil der Besucher bevorzugte bargeldloses Bezahlen. Der Anteil der bargeldlosen Transaktionen für chinesische Karten lag bei 94%, für Nord- und Südamerika bei etwa 90%, während der Anteil bargeldloser Ausgaben für europäische Karten bei 70% lag. (red)

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