HEALTH ECONOMY
Infodrehscheibe © Horak

Austromed-Präsident Gerald Gschlössl und Geschäftsführer Philipp Lindinger wollen Lehren aus Coronakrise ziehen.

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Austromed-Präsident Gerald Gschlössl und Geschäftsführer Philipp Lindinger wollen Lehren aus Coronakrise ziehen.

Redaktion 20.08.2020

Infodrehscheibe

Die Corona-Pandemie hat vor allem die Versorgung mit Medizinprodukten massiv auf die Probe gestellt.

••• Von Katrin Pfanner

WIEN. Noch nie waren das Gesundheitswesen und die damit verbundenen Branchen so sehr im Fokus wie in den vergangenen Monaten: Medizinprodukte waren plötzlich omnipräsent. Schutzausrüstung für Spitäler, strenge Hygienemaßnahmen und der Bedarf an Beatmungsgeräten haben zu einer nicht vorhersehbaren Nachfrage geführt. Das hat das Gesundheitswesen, aber vor allem die Versorgung mit Medizinprodukten, auf die Probe gestellt. Nun gilt es, Schlüsse für die Vorbereitung für die Zukunft zu ziehen.

Versorgung gesichert
„Im Zuge des Shutdowns haben wir Verantwortung für die Versorgungssicherheit mit lebenswichtigen Gütern übernommen und auch dafür, dass mit den Produkten kein Schindluder getrieben wird“, sind sich Gerald Gschlössl, Präsident des Medizinprodukteverbandes Austromed, und Austromed-Geschäftsführer Philipp Lindinger einig.
Schon seit Jahren setzt sich die Austromed für Themen wie Standortsicherheit und die Förderungen lokaler Klein- und Mittelbetriebe ein. Gschlössl: „Die Pandemie hat gezeigt, dass die Forderungen mehr denn je ihre Berechtigung haben.“

Partner in Ausnahmesituation
Nicht zuletzt deshalb nehme die Aus­tromed die Rolle einer Informationsdrehscheibe wahr: Anfragen zwischen Betrieben und Behörden wurden koordiniert, Stellungnahmen abgegeben, die Versorgungssicherheit mitgestaltet. „Ich möchte das öffentliche Augenmerk auf jene Betriebe richten, die extrem flexibel die Versorgungsfunktion wahrgenommen haben. Einkäufe wurden vorfinanziert, kurzfristig wurde in neue Produktionslinien investiert, Personal umgeschichtet und insgesamt ein hohes wirtschaftliches Risiko übernommen, um die Versorgung in den Spitälern sicherzustellen“, fasst Gschlössl zusammen.

Aus den vergangenen Monaten gelernt haben wohl alle: Betriebe, Behörden, Gesundheitseinrichtungen und Bevölkerung. „Uns ist wichtig, dass wir uns auch in Ausnahmesituationen als vertrauenswürdiger Partner positionieren konnten und wir hoffen, dass wir auch jetzt in der Aufarbeitung der Krise eine ebenso wichtige Rolle spielen“, sagt Lindinger.

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