HEALTH ECONOMY
Verschiebungen bei Privatversicherern © Uniqa

VersicherungenUniqa-Vorstand Peter Eichler ­leitet weiterhin die Nummer eins im Markt für Zusatz­versicherungen.

© Uniqa

VersicherungenUniqa-Vorstand Peter Eichler ­leitet weiterhin die Nummer eins im Markt für Zusatz­versicherungen.

Redaktion 23.04.2021

Verschiebungen bei Privatversicherern

Platz 2 ist bei den privaten Krankenversicherungen hart umkämpft. Nummer 1 bleibt mit Abstand weiter die Uniqa.

••• Von Martin Rümmele

WIEN. Die privaten Krankenversicherungen sind im Vorjahr kräftig ins Gerede gekommen – und nicht unbedingt so, wie sie es sich vorstellen. Die Erhöhung des Privat-Krankenanstaltenfonds (Prikraf) unter Schwarz/Blau durch die öffentlichen Krankenversicherungen hat für Unmut gesorgt. Denn profitiert hat davon auch die zur Uniqa gehörende Premiqamed-Gruppe – Marktführer bei Privatkliniken in Österreich. Der frühere Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) wird von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) als Verdächtiger in einem Verfahren um Parteispenden geführt. Der ehemalige Uniqa-Chef und Ex-Premiqamed-Aufsichtsratschef soll zu Zuwendungen des Privatklinikenbetreibers an die ÖVP „ermutigt” haben. Löger und die Premiqamed weisen entsprechende Medienberichte und die Vorwürfe der Opposition wie berichtet zurück.

Im Markt um private Krankenversicherungen ist die Uniqa unabhängig davon die klare Nummer eins. Dahinter liefern sich die Wiener Städtische und die Merkur Versicherung ein enges Rennen um Platz zwei. 2019 hat die Merkur kräftig zugelegt und liegt nur noch 0,5 Prozentpunkte hinter der Städtischen. Die VIG-Group hat allerdings mit der Donau Versicherung auch einen Platz gutgemacht – sie hat den Muki Versicherungsverein überholt und liegt auf Platz 6. Die Zahlen für 2020 werden erst im Mai veröffentlicht.
Die private Krankenversicherung versteht sich in Österreich als komplementärer Partner der gesetzlichen Krankenversicherung. Über die Sonderklassehonorare trägt sie wesentlich zum Erhalt erstklassiger Medizin für alle Österreicher bei, schreibt der Versicherungsverband VVO. Damit wird ein entscheidender Beitrag zur Qualität des heimischen Gesundheitssystems geleistet. Im Jahr 2019 wurden Leistungen in Höhe von 1,4 Mrd. € ausbezahlt, was einem Rückgang von 3,2% entsprach. Die Prämieneinnahmen erhöhten sich um 3,9% auf 2,4 Mrd. €.

Enorme Belastung

Das Vorjahr war aber auch für die Privatkliniken herausfordernd, sind doch viele eingesprungen und haben Patienten aus öffentlichen Krankenhäusern übernommen, um diese zu entlasten. „Die täglichen Herausforderungen für einen selbst, aber auch für unser Gesundheitssystem, sind enorm”, sagte zuletzt Peter Eichler, Vorstandsmitglied von Uniqa Insurance Group AG.

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL