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Tipps und Tricks für den internationalen Erfolg © medianet/APA-Fotoservice/Juhasz
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Redaktion 11.10.2019

Tipps und Tricks für den internationalen Erfolg

Das Buch „Weltmeister Österreich 2020” über heimische Weltmarktführer wurde in der Wiener Hofburg präsentiert.

Österreich feiert unverändert große Exporterfolge: Das belegen die Außenhandelszahlen für das erste Halbjahr mit Zuwächsen von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Im Juni dieses Jahres haben die Exporte erstmals seit drei Jahren die Importe überstiegen.
Das gesamte Handelsvolumen erreichte mit 157 Mrd. € einen neuen Höchstwert.

Weltmeisterliche Strategien

Maßgeblich verantwortlich dafür sind die zahlreichen Weltmarktführer aus den verschiedensten Branchen sowie die Hidden Champions, die in teilweise engen Nischen als Europa- oder sogar Weltmeister agieren.

Dazu kommen top-innovative Start-ups und herausragende Born Global Champions.
Von den Ideen und Leistungen dieser Unternehmen handelt „Weltmeister Österreich 2020”, das Jahrbuch zum Wirtschaftsstandort. Bei der Präsentation des Werks am 26. September in der Wiener Hofburg diskutierten Hausherrin Alexandra Kaszay, Ruag Space Austria-Chef Andreas Buhl und ABB Österreich-Chef Franz Chalupecky sowie Standortanwalt Alexander Biach intensiv über die aktuelle Situation der österreichischen Wirtschaft – und was man sich von der neuen Regierung erwartet oder sogar erhofft.

Gemeinsamkeiten nutzen

Für Hofburg-Geschäftsführerin Alexandra Kaszay ist Kooperation ein wichtiges Schlüsselwort für den Erfolg in den nächsten Jahren. Die Hofburg Vienna zieht jährlich mehr als 300 Veranstaltungen mit rund 320.000 Gästen an und bietet den idealen Rahmen für Events zwischen 50 und 4.900 Personen. Bei noch größeren Veranstaltungen arbeitet man gern mit dem Mitbewerb zusammen – und generiert damit eine enorme Wertschöpfung: Die österreichische Tagungsindustrie veranstaltet mehr als 21.000 Events im Jahr! (Mehr darüber im Buch auf den Seiten 42 ff.)

Dazu kommt der gezielte Einsatz von Technologie, um noch stärker auf individuelle Bedürfnisse von Teilnehmern und Kunden einzugehen; Kaszay: „Bei uns widmet sich ein eigenes Innovationsmanagement Themen wie Mobile Services, Augmented Reality, Virtual und Hybrid Events, Nachhaltigkeit im Facility Management und in der Tagungsorganisation; dazu gehört auch die Weiterentwicklung des exzellenten Servicestandards.”

Austro-Hightech fürs Weltall

Die Ruag Space Austria hat kürzlich ihre neue Produktionsstätte in Berndorf (NÖ) eröffnet: In einem neu errichteten Gebäudeteil produziert das Unternehmen hier Hoch­temperatur-Thermalisolation für Weltraumraketen wie die europäische Rakete Ariane 6.

Das größte österreichische Weltraumtechnikunternehmen. rüstet weltweit Satelliten und Trägerraketen mit Elektronik, Mechanik und Thermalisolation aus und hat eine Exportquote von fast 100%. „Wir haben mehr als 25 Jahre Erfahrung mit hochwertiger Thermalisolation für Satellite”, bringt es Geschäftsführer Andreas Buhl auf den Punkt. „Sein” Unternehmen führt nachdrücklich den Beweis dafür, wie gut am Standort Öster­reich Innovation und Tradition einander ergänzen. „Wir können viel vom Wissen, das wir in mehr als 50 Satellitenprojekten gesammelt haben, nutzen”, erklärt Buhl. (Mehr darüber im Buch auf S. 96.)

Standort mit großer Zukunft

Einen neuen Standort hat ja auch die ABB AG realisiert: Nach einem Jahr Bauzeit wurde die neue Österreich-Zentrale in Wiener Neudorf im März dieses Jahres fertiggestellt und damit alle Geschäftsbereiche an einem Platz vereint. „Darüber hinaus wurde ein Showroom für die Produkte von Smart Home und Smart Building eingerichtet, um so die Produkte der Gebäudeautomation und deren Funktionalitäten anschaulich präsentieren zu können”, bekennt sich ABB Österreich Chef Franz Chalupecky zur Investition von rund 20 Mio. €.

Immerhin finden hier jetzt 340 Mitarbeitende aus den Geschäftsbereichen Elektrifizierungsprodukte, Robotik und Antriebe, industrielle Automation und Stromnetze täglich moderne Arbeitsplätze vor.

Wien braucht digitale Netze

Auch für den Standortanwalt Alexander Biach ist Kooperationsbereitschaft in der öster­reichischen Wirtschaft von überragender Bedeutung: „Der internationale Standortwettbewerb wird immer härter: Die Städte wachsen rasant, die Menschen haben ein gesteigertes Mobilitätsbedürfnis. Digitale Netze müssen ausgebaut werden, Städte und Regionen mit moderner Infrastruktur haben da eindeutig die Nase vorn.”

Für den Standort initiativ

Biach agiert als Unterstützer des Infrastrukturausbaus – „zum Wohle der Menschen, die hier leben und arbeiten”. Dafür arbeitet er mit Stadt Wien, Magis­tratsabteilungen und natürlich Infrastrukturbetreibern und Projektwerbern eng zusammen.

„Demnächst steht der Start des UVP-Verfahrens zum Ausbau der Verbindungsbahn S80 an – hier bin ich als Standortanwalt genauso gefordert wie beim geplanten Bau zur Eventhalle oder dem Fernbusterminal.” (red)

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