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ATV-Verkauf: Eigentümer Kloiber bestätigt Verkauf an ProSieben-Gruppe Richard Tanzer

ATV-Eigentümer bestätigt im "Handelsblatt" ATV-Verkauf.

Richard Tanzer

ATV-Eigentümer bestätigt im "Handelsblatt" ATV-Verkauf.

Redaktion 31.01.2017

ATV-Verkauf: Eigentümer Kloiber bestätigt Verkauf an ProSieben-Gruppe

Nur noch "kleine Hürden" zu überwinden.

WIEN/UNTERFÖHRING. ATV-Eigentümer Herbert Kloiber bestätigt den geplanten Verkauf des österreichischen Privatsenders ATV an die deutsche ProSiebenSat.1-Gruppe, die in Österreich bereits mit Puls 4 vertreten ist. "Der Verkauf ist im Zielkorridor; es gibt nur kleine Hürden zu überwinden", sagte der in München ansässige Medienunternehmer mit Wiener Wurzeln gegenüber dem "Handelsblatt".

"In den nächsten Tagen wird unterschrieben", so Kloiber weiter. Zum Verkaufspreis machte der Filmhändler keine näheren Angaben. "Der Preis ist zufriedenstellend", meinte Kloiber nur. Bei ProSiebenSat.1 wollte man sich zur Übernahme von ATV gegenüber der deutschen Wirtschaftszeitung nicht äußern. "Zu laufenden Verhandlungen nehmen wir keine Stellung", hieß es seitens eines Unternehmenssprechers. Das "Handelsblatt" zitierte allerdings einen Konzern-Insider mit den Worten: "Der Deal ist in wenigen Tagen unter Dach und Fach."

Herbert Kloiber ist seit 2008 Alleineigentümer von ATV. Bereits im Vorjahr kündigte er einen Verkauf des Senders an. "ATV war mein größter Fehler. Ich will meinem Sohn mit ATV kein Danaergeschenk machen", hatte Kloiber, der sein Unternehmen Ende des Jahres übergibt, damals gesagt. Grund für den Verkauf dürfte die wirtschaftliche Entwicklung des Senders sein; Kloiber macht mit ATV nach eigenen Angaben Verluste in zweistelliger Millionenhöhe.

Die Übernahme von ATV durch die ProSiebenSat.1-Gruppe muss noch bei der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) angemeldet werden. Kartellrechtsexperten rechnen für den Fall des Verkaufs an die Puls 4-Mutter mit Auflagen. Medienminister Thomas Drozda (SPÖ) hatte bereits im Vorfeld betont, dass eine Fusion von der Medienbehörde und der Kartellbehörde zu prüfen sei und "zweifellos unter gewissen Auflagen" bewilligt werden könne. (APA)

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