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Besondere Grimme-Preis-Ehrung für ORF-Journalist Armin Wolf © APA Roland Schlager

ORF-Anchorman Armin Wolf wurde mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet.

© APA Roland Schlager

ORF-Anchorman Armin Wolf wurde mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet.

Redaktion 16.04.2018

Besondere Grimme-Preis-Ehrung für ORF-Journalist Armin Wolf

Der “ZiB 2"-Moderator steht laut Preis-Stifter für Aufklärung, gesellschaftliche Emanzipation und Stärkung der Urteilskraft.

WIEN. ORF-Journalist und "Zeit im Bild 2"-Moderator Armin Wolf erhielt Freitagabend eine Sonderauszeichnung bei der Verleihung des deutschen Grimme-Preises: Wolf bekommt neben der WDR-Journalistin Inge von Bönninghausen und dem 3sat-Journalisten Gert Scobel die „Besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbands“.

Der Deutsche Volkshochschul-Verband ist der Stifter des renommierten Grimme-Preises. Verbandspräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer sprach von einem deutlichen Zeichen für Qualitätsjournalismus. Die Besondere Ehrung gehe an drei Personen, die für drei zentrale Leitmotive im Journalismus stehen: Aufklärung, gesellschaftliche Emanzipation und Stärkung der Urteilskraft. "Die Geehrten nutzen das Massenmedium Fernsehen in vorbildlicher Weise, um den demokratischen Meinungsbildungsprozess in der Gesellschaft zu stärken."

Wolf erhält die Besondere Ehrung für seine Arbeit als stellvertretender Chefredakteur der ORF-Fernsehinformation und "ZiB 2"-Moderator. "Armin Wolf beweist immer wieder aufs Neue, wie man journalistisch mit Vereinfachung und Populismus umgeht: präzise, unnachgiebig, unerschrocken, analytisch, leidenschaftlich, aber nicht von eigenen Gefühlen hingerissen", begründete der Volkshochschul-Verband die Auszeichnung. Armin Wolf sehe sich als Journalist vor allem der Wächterrolle verpflichtet.

Der ORF-Journalist wurde zuletzt von der Regierungspartei FPÖ massiv attackiert; FPÖ-Chef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache hatte Wolf in die Nähe von Fake News, Lügen und Propaganda gerückt und musste diese Aussagen später wieder zurücknehmen. Strache entschuldigte sich und zahlte eine Entschädigung von 10.000 €, die an das Dokumentationsarchiv für den Österreichischen Widerstand ging. Die Causa hatte auch in Deutschland für einiges Aufsehen gesorgt. (APA)

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