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Betriebliche Mobilität: Innovative Technologien eröffnen hohes Einsparungspotenzial © Klimpt

Michael Fischer (GF Smatrics), Sarah Renk (Head of Global Sales car2go), Doris Pulker-Rohrhofer (Technische Geschäftsführerin Hafen Wien), Monica Rintersbacher (GF Leitbetriebe Austria), Jürgen Brettschneider (GF Mautner Markhof)

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Michael Fischer (GF Smatrics), Sarah Renk (Head of Global Sales car2go), Doris Pulker-Rohrhofer (Technische Geschäftsführerin Hafen Wien), Monica Rintersbacher (GF Leitbetriebe Austria), Jürgen Brettschneider (GF Mautner Markhof)

Redaktion 20.03.2018

Betriebliche Mobilität: Innovative Technologien eröffnen hohes Einsparungspotenzial

Unternehmen profitieren von deutlich niedrigeren Betriebskosten durch E-Autos.

WIEN. Bei der Organisation der „betrieblichen Mobilität“, also des Personen- und Warenverkehrs von Unternehmen, ist es oft das ökologische Verantwortungsbewusstsein, das Veränderungsprozesse und Innovationen inspiriert. „Doch am Ende muss das ökologisch Wünschenswerte ökonomisch sinnvoll sein, um sich auf breiter Front durchzusetzen“, erklärte Monica Rintersbacher, Geschäftsführerin der Exzellenzplattform Leitbetriebe Austria, im Rahmen eines
Leitbetriebe-Themenabends zum Thema „Betriebliche Mobilität“.

Bei der in Zusammenarbeit mit dem Netzwerkpartner Hafen Wien organisierten Veranstaltung erläuterten führende Experten aus österreichischen Leitbetrieben Möglichkeiten zu Kostensenkungenund Produktivitätssteigerungen durch innovative Technologien. „Dazu gibt es eine ganz klare Kernaussage“, freut sich Rintersbacher. „Ökologische Mobilitätslösungen sind für Unternehmen heute kein Luxus mehr. Elektromobilität, Carsharing oder ausgefeilte Flottensteuerungssysteme entlasten nicht nur die Umwelt, sondern machen sich bestens bezahlt. Wer diese Technologien nicht konsequent implementiert, wird über kurz oder lang wesentliche Wettbewerbsnachteile in Kauf nehmen müssen.“

Für den Hafen Wien sind die Veränderungen der betrieblichen Mobilität jedenfalls von großer Bedeutung. „Das Autogeschäft ist eine wichtige Sparte, die in den vergangenen Jahren auch mit erfreulichen Steigerungen aufwarten konnte. Die Menge der am Hafen Wien umgeschlagenen Fahrzeuge entspricht rund einem Fünftel der in Österreich registrierten Neuzulassungen“, erklärt die technische Geschäftsführerin Doris Pulker-Rohrhofer. „Um auch für die Zukunft entsprechend planen zukönnen, müssen wir möglichst früh abschätzen können, wie sich Veränderungen des Auto-Business - Stichworte Car-Sharing, Elektromobilität, autonomes Fahren, Teilverbote für Diesel-Fahrzeuge, um nur einige herausragende Entwicklungen zu zitieren - auf die Umschlagmengen auswirken. In einer pessimistischen Sichtweise könnte man eine ‚Autoblase‘ und nachhaltig sinkende Nachfrage vermuten. Allerdings ist eine optimistische Sichtweise ebenso gerechtfertigt, dass nämlich die Verfügbarkeit neuerTechnologien zu einer rascheren Erneuerung betrieblicher Fuhrparks führen wird und daher für längere Zeit besonders starke Nachfrage gegeben sein wird. Auf diese Fragen müssen wir Antwortenfinden und zeitgerecht die für den künftigen Bedarf notwendigen Logistikkapazitäten schaffen.“

E-Autos: Hohe Förderungen, geringe Energie- und Wartungskosten
Das große Innovationsthema im Bereich des Autoverkehrs ist derzeit zweifellos Elektromobilität.  „ Da mitverändert sich nicht nur unser Umgang mit natürlichen Ressourcen, sondern auch die Kostenstruktur von Fahrzeugflotten“, so Michael-Viktor Fischer, Geschäftsführer des e-Mobilitätsanbieters Smatrics, an dem unter anderem der Leitbetrieb Verbund beteiligt ist und der aktuell mit Hochdruck am weiteren Ausbau des Versorgungsnetzes mit E-Ladestationen arbeitet. „Die benötigte Energie ist nicht nur umweltschonend und schadstofffrei – und stammt bei Smatrics aus Wasserkraft –, sie ist auch sehr viel günstiger. Dazu kommen attraktive Förderungen und vergleichsweise geringe Wartungskosten.“

Dabei wird Unternehmen der Einstieg ins E-Zeitalter möglichst leicht gemacht. „Mit unserem  Angebot ‚Managed Infrastructure‘ machen wir das E-Flottenmanagement effizienter als das Management konventioneller Flotten. Wir wickeln Installation und Betriebgesamthaft ab und kümmern uns auch um Abrechnung und Kostenzuteilung innerhalb des Unternehmens.“

Reduktion von Fix- und Betriebskosten durch Carsharing
Ein wichtiges Kostensenkungspotenzial eröffnet sich auch durch die Sharing Economy, insbesondere durch den Einsatz von Carsharing. „Unternehmen nutzen Carsharing als flexible Mobilitätslösung, als Ergänzung oder Alternative zum eigenen Fuhrpark. Im Vergleich zum Taxi lassen sich mit car2go Einsparpotenziale von bis zu 70 Prozent erzielen“, erklärt Sarah Renk, Head of Global Sales bei der Daimler-Tochter car2go, dem Marktführer im stationsunabhängigen Carsharing. „Carsharing als geschäftliche Mobilität einzuführen, stößt bei Unternehmen zunehmend auf Interesse. Mit car2go sind sie dabei flexibel aufgestellt: Fahrten zum Flughafen können beispielsweise mit einem Mercedes und zum Geschäftstermin im Stadtzentrum mit einem smart vorgenommen werden.“ Dabei ist car2go überzeugt, dass die Zukunft des Carsharings elektrisch ist. Schon heute betreibt das Unternehmen drei rein elektrische Standorte in Stuttgart, Madrid und Amsterdam.

Weniger Kilometer durch vernetzte Planungsprozesse
Seitens der potenziellen Anwender ist die Bereitschaft, neue Wege zu beschreiten, jedenfalls so groß wie nie. „Effizienter Personen- und Warenverkehr sind zentrale Erfolgsfaktoren“, so Jürgen Brettschneider, Geschäftsführer des Lebensmittelkonzerns Mautner Markhof Feinkost. „Dass wir gerade mit der Anschaffung von Elektroautos für Fahrten im städtischen Raum beginnen, ist ein klares Signal, wie wichtig uns Nachhaltigkeit ist. Wirtschaftlich und ökologisch um ein Vielfaches relevanter sind für uns jedoch Innovationen in der Güterlogistik, denn immerhin transportieren wir jährlich rund 45.000 Tonnen. Wir arbeiten intensiv an Möglichkeiten zur Reduktion von Leerfahrten und wir erwarten uns von seiten der Frächter und Speditionen auch neue Lösungen. Unter anderem sehen wir großes Potenzial durch verbesserte Steuerungsmöglichkeiten durch vernetzte Planungsprozesse, um Routen zu optimieren und Leerfahrten zu reduzieren.“ (red)

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