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Die "Generation Krise" und die Politik © panthermedia.net / Dmitriy Shironosov
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Redaktion 17.10.2017

Die "Generation Krise" und die Politik

Verunsicherung prägt heute das Lebensgefühl der Jugend; Beate Großegger, Institut für Jugendkulturforschung, ist diesem Sachverhalt nachgegangen.

WIEN. Das Lebensgefühl der Millennials - und insbesondere deren Zugang zu politischen Themen – ist nicht nur in Zeiten des Wahlkampfs von Interesse. Das Institut für Jugendkulturforschung hat sich damit intensiv auseinandergesetzt.

Ein kurzer Einblick in die Ergebnisse: Seit den späten Nullerjahren bestimmen Krisendebatten unseren Alltag. Auswirkungen auf die Grundstimmung der Jugend bleiben nicht aus: Knapp Dreiviertel der 16- bis 29-jährigen Österreicherinnen und Österreicher bezeichnen sich als eine verunsicherte Generation. Sechs von zehn jungen Menschen meinen zudem, es sei sinnlos, sein Leben auf lange Sicht zu planen, weil heute alles so unsicher geworden ist; wobei auffällt, dass der Anteil der Verunsicherten im Jungerwachsenenalter, also jener Lebensphase, in der es darum geht, sich finanziell selbstständig zu machen und die richtigen Schritte zu setzen, um sich eine solide Existenz aufzubauen, besonders hoch ist.
Doch warum sind junge Menschen verunsichert und was bedeutet das für ihr Verhältnis zu Politik? Wie genau ticken die Millennials in politischen Fragen? Und mit welchen Erwartungen begegnen sie der Politik? Beate Großegger, wissenschaftliche Leiterin und stv. Vorsitzende des Instituts für Jugendkulturforschung, ist diesen Fragen auf Grundlage aktueller Ergebnisse der Jugendforschung nachgegangen: Allem voran erwarten Jugendliche und junge Erwachsene, dass die Politik Rahmenbedingungen schafft, die sie in ihrem persönlichen Lebensvollzug unterstützen. Großteils geht es ihnen weniger um weltanschauliche Grundsatzfragen, sondern um eine für den persönlichen Lebensvollzug relevante Sachpolitik. Wobei aus Sicht junger Bürger gilt: Gute Sachpolitik ist Sachpolitik, die mich betrifft, die mir bessere Chancen sichert und die für mich persönlich von Nutzen ist. Vor allem in Wahlkampfzeiten lebt Politik auch sehr stark von Personalisierung. Das heißt, diejenigen, die Politik repräsentieren, stehen klar im Vordergrund. Sympathisches Auftreten, Jugendlichkeit als Image-Wert, ein passender Kleidungsstil, eine gewisse Lockerheit im persönlichen Umgang – all das kommt gut an. Das Verhältnis der Millennials zur Politik bleibt dennoch schwierig. Festmachen lässt sich dies an verschiedenen Trendszenarien, die Großegger entwickelt hat. Lesen Sie hier mehr dazu: https://jugendkultur.at/generation-krise-und-politik/ (red)

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