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„Es ist sehr schön, so  international zu arbeiten“ © Jiri Hlousek
© Jiri Hlousek

Redaktion 17.09.2021

„Es ist sehr schön, so international zu arbeiten“

Lukáš Strnadel, CEO des tschechischen Unternehmens Futured, über Apps, Vertrauen und das neue Büro in Wien.

PRAG / WIEN. Smartphones und Apps sind gerade in der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Doch die wenigsten User wissen, wie eine App im Hintergrund überhaupt funktioniert. Das Unternehmen Futured entwickelt mobile Applikationen und hat Büros in Brünn, Prag und seit Neuestem auch in Wien. Gegründet vor acht Jahren, ist Futured in Tschechien bereits eines der größten Unternehmen im Bereich „Mobile Entwicklungen“. Mit medianet sprach Lukáš Strnadel, CEO und Gründer von Futured GmbH, über die Chancen einer Expansion nach Österreich, gute Apps und ungewöhnliche Kunden.

medianet: Herr Strnadel, wie hat sich die Nachfrage nach mobilen Apps verändert?

Lukáš Strnadel: Die Nachfrage ist auf jeden Fall gestiegen. Unternehmen haben gemerkt, dass es ohne Online-Präsenz nicht geht. In vielen Branchen waren Offline-Kontakte gang und gäbe, durch die Pandemie hat sich alles geändert. Es war nicht mehr möglich, in ein Museum, Theater oder Restaurant zu gehen. Für viele Betriebe war es eine Herausforderung, die neuen Bedürfnisse der Kunden zu stillen. Zumal die Erwartungen der User sehr hoch sind. Wir haben jetzt mit Kunden zusammengearbeitet, die normalerweise nur offline präsent sind.

medianet: Haben Sie Beispiele?

Strnadel: Für Škoda haben wir eine Tablet-App entwickelt, die die Zulassung von Autos zu Vertragswerkstätten vereinfacht, wobei die Fahrzeugwerkstatt alle Daten einfach in die App eingibt. Ein Servicetechniker schaut sich mit dem Kunden das Auto an und registriert alles – macht zum Beispiel ein Foto von Lackschäden – in der Tablet-App. Auch wurden wir zum Beispiel von den Inhabern von Kultureinrichtungen angesprochen, ob wir ihnen helfen können, die Ausstellungen in die Wohnzimmer der Menschen zu bringen. Wir haben die bestehenden Apps an die neue Situation angepasst.

medianet: Was ist für Sie eine ‚gute‘ App?
Strnadel: Eine gute App bedient sich der Vorteile, die ein Smartphone mit sich bringt. Zum Beispiel der Kamera oder der unterschiedlichen Sensoren. Eine App zu entwickeln, hat auch viel mit Kreativität zu tun, wir sind nicht nur ‚Code Monkeys‘, sondern entwickeln mit unseren Kunden Konzepte für ihre Apps. Unsere Kunden sind unsere Partner und sie sollen sich durch uns inspiriert fühlen.

medianet: Was zeichnet Futured als Unternehmen aus?
Strnadel: Ich denke, das sind zwei Merkmale: Einerseits sehen wir die Beziehung zu unseren Kunden als eine Partnerschaft an. Wir vertrauen unseren Kunden und umgekehrt. Wir ziehen zusammen an einem Strang. Andererseits ist Futured ein sehr starkes Unternehmen, weil wir uns nur auf eines konzentrieren – und das sind Mobile Applikationen. Es gibt nicht viele Unternehmen, die sich auf etwas so sehr spezialisieren. Wir setzen ganz klar auf diesen einen Aspekt und dementsprechend hoch ist auch unsere Qualität.

medianet: Was sind die nächsten Schritte für Futured?
Strnadel: Wir freuen uns darauf, mit Colop Digital zusammen­arbeiten zu können. Wir haben mit ihnen bereits an mehreren Apps gearbeitet und bereiten gerade weitere vor. Wir möchten in Zukunft auch Partner von anderen österreichischern Unternehmen werden und ihnen beim Aufbau ihrer Marke helfen. Es ist schön, so international zu arbeiten.

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