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Fenninger verlässt ORF-Stiftungsrat Volkshilfe/Glanzl

Der Volkshilfe-Geschäftsführer Erich Fenninger verlässt den ORF-Stiftungsrat.

Volkshilfe/Glanzl

Der Volkshilfe-Geschäftsführer Erich Fenninger verlässt den ORF-Stiftungsrat.

Redaktion 18.05.2017

Fenninger verlässt ORF-Stiftungsrat

Bisheriger Leiter des SPÖ-Freundeskreises beklagt "Stillstand".

WIEN. In den Reihen der ORF-Stiftungsräte gibt es weiter Bewegung: Nun verlässt Volkshilfe-Geschäftsführer Erich Fenninger das Gremium, wie er am Donnerstag gegenüber der APA ankündigte. Er war bisher der Leiter des roten "Freundeskreises". In einem ersten Statement nannte er den "Stillstand" als Grund für seinen Rückzug. Wer ihm nachfolgt, wisse er nicht. Die roten Räte hatten am Mittwoch ihre "Freundeskreis"-Sitzung, dabei habe er seinen Rückzug  bekannt gegeben. "Bei den Entscheidungen danach war ich nicht mehr dabei." Die Funktion als De-facto-Fraktionsleiter habe er "eh nie gewollt"; und "grundsätzlich sollte es das gar nicht geben", sagte  Fenninger. Die SPÖ hatte kürzlich Heinz Lederer, langjähriger früherer Kommunikationschef der Partei, in den Stiftungsrat geschickt. Dass er die Leitung des Freundeskreises übernimmt, ist naheliegend, er war am Donnerstag für die APA vorerst nicht zu erreichen.

Fenninger betonte indes, sein Ausscheiden habe aber primär damit zu tun, dass er nicht mehr ausreichend Gestaltungsspielraum gesehen habe. Seine Bemühungen, "etwas zu bewegen, zu verändern, zum Besseren zu gestalten", seien nun nicht mehr so gegeben wie noch vor einigen Monaten. "Ich glaube, dass ich - wie viele andere auch - in den letzten zwei Jahren etwas ermöglichen konnte, und habe das Gefühl, dass ich durchaus einen gestalterischen Beitrag im Aufsichtsorgan leisten konnte. In den letzten Monaten hatte ich nicht mehr diesen Eindruck." Es sei "ein gewisser Stillstand entstanden, daher möchte ich diese Funktion nicht mehr ausüben".

Sein "zentralstes Ziel" sei es gewesen, den öffentlich-rechtlichen Journalismus zu unterstützen, sagte er. Es sei ihm wichtig, dass es einen "starken, kritischen, von Parteien und Ökonomie unabhängigen Journalismus" gebe. Auch, dass der trimediale Newsroom auf der Kippe steht, sei etwas, was ihn "bewegt" - insgesamt "die ganze Baugeschichte". Und es seien "viele Strukturfragen offen" geblieben. (APA)

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