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Frauennetzwerk Medien: „Mehr als 20 Politik-Expertinnen“ © Katharina Schiffl

Alexandra Wachter und Martina Madner, beide stellvertretende Vorsitzende des Frauennetzwerk Medien.

© Katharina Schiffl

Alexandra Wachter und Martina Madner, beide stellvertretende Vorsitzende des Frauennetzwerk Medien.

Redaktion 20.08.2019

Frauennetzwerk Medien: „Mehr als 20 Politik-Expertinnen“

Das Frauennetzwerk will die Aufmerksamkeit für politische Expertise von Frauen in Medien steigern.

WIEN. Wir präsentieren „mehr als 20 Politik-Expertinnen“. Aus einem einfachen Grund: „Es gibt enorm viele Frauen mit politischer Expertise, trotzdem sind ihre männlichen Kollegen in den Medien viel häufiger vertreten. Das wollen wir ändern“, begründet Martina Madner, stellvertretende Vorsitzende des Frauennetzwerks Medien die Aktion des parteipolitisch unabhängigen Vereins von Journalistinnen und Medienfrauen. Außerdem nimmt die Liste auch manchen Journalistinnen und Journalisten die Ausrede weg, dass Männer angeblich einfacher zu finden und kontaktieren sind. 

„Es ist also kein Ranking, sondern eine Liste von Expertinnen, von denen wir gerne öfters hören, sehen und lesen wollen“, sagt Alexandra Wachter, ebenfalls stellvertretende Vorsitzende des Frauennetzwerks Medien zur Liste. Mit dabei sind insbesondere Politikwissenschaftlerinnen, Kommunikationswissenschaftlerinnen und Meinungsforscherinnen, aber auch Soziologinnen, Juristinnen, Frauen, die sich beruflich mit Online-Kommunikation auseinandersetzen und andere mehr – „also Frauen mit ausgezeichneter Expertise, die bei Fragen während eines Wahlkampfs profunde Auskunft geben können“, sagt Wachter. Sofern die Expertinnen auch parteipolitisch aktiv sind oder waren, oder auch für Parteien arbeiten, ist das vermerkt: „Wir wollen das transparent halten“, so Wachter weiter. 

Das Frauennetzwerk Medien freut sich darauf, dass Medien künftig Frauen und weibliche Expertise sichtbarer machen als heute. „Frauen sollen nicht nur studieren, forschen und analysieren und das im stillen Kämmerlein tun. Sie sollen ihre Expertise auch gleichberechtigt in den Medien präsentieren können. Wenn ein Medium, Frauen in einem wichtigen politischen Spielfeld wie einem Wahlkampf ausblendet, dann beschädigt es damit seine Glaubwürdigkeit“, sagt Madner. „Wir haben 2019, da kann und sollte sich das kein Medium mehr leisten“, ergänzt Wachter.

Die Liste ist unter http://www.frauennetzwerk.at/2019/08/19/mehr-als-20-politik-expertinnen-2/ zu finden!

Sie wird laufend erweitert: Nennungen (Name inkl. Titel, Studium, Beruf und Institution, Bereiche der Expertise, eventuelles parteipolitisches Engagement, Twitter- und Kontaktlink) bitte an office@frauennetzwerk.at senden. (red)

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