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Journalismus und ihr Beitrag für die demokratische Gesellschaft © CMC

Andy Kaltenbrunner, GF Medienhaus Wien

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Andy Kaltenbrunner, GF Medienhaus Wien

Redaktion 31.07.2020

Journalismus und ihr Beitrag für die demokratische Gesellschaft

Medienhaus Wien ist Österreich-Partner eines neuen, mit 1,3 Mio. Euro dotierten Forschungsprojekts.

WIEN. Welcher Journalismus hat Zukunft und Relevanz? Wie beeinflussen Innovationen im Journalismus die Qualität von Berichterstattung und damit die Öffentlichkeit in der demokratischen Gesellschaft? Diesen zentralen Fragen geht ein neues Forschungsprojekt nach, das ab Herbst 2020 drei Jahre lang in Österreich, Deutschland, der Schweiz und Spanien die Journalismusentwicklung untersucht. „Wir halten Journalismus-Innovation für ein demokratiepolitisch zentrales Thema – und freuen uns, dass Medienhaus Wien die lange Erfahrung aus praxisnaher Forschung hier in ein tolles Team einbringen kann“, so der der Geschäftsführer von Medienhaus Wien und Medienwissenschafter an der Akademie der Wissenschaften, Andy Kaltenbrunner. Gemeinsam mit Matthias Karmasin (Institut für vergleichende Medien- und Kommunikationsforschung an der ÖAW/Universität Klagenfurt) ist er österreichischer Forschungsleiter. Partner sind die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt in Deutschland (Projektleitung: Klaus Meier) sowie die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in der Schweiz (Leitung: Vinzenz Wyss). Unterstützt wird das D-A-CH-Konsortium vom Journalismusforscher Jose García Avilés und seinem Team der Universidad Miguel Hernández in Elche/Valencia, die als EU-Pioniere bereits einmal ein wissenschaftlich fundiertes, nationales Journalismus-Innovationsranking für Spanien erstellt haben.

Das neue Forschungsprojekt mit dem Titel „Innovationen im Journalismus in demokratischen Gesellschaften: Index, Einfluss und Voraussetzungen im internationalen Vergleich“ wird drei Jahre lang mit insgesamt rund 1,3 Mio. Euro durch die drei nationalen Wissenschaftsfonds gefördert: vom FWF in Österreich sowie von DFG (Deutschland) und SNF (Schweiz).

Geplant sind viele Dutzend Case-Studies und ExpertInnenrunden im deutschsprachigen Raum, aber auch Vergleiche mit anderen europäischen Ländern. Analysiert und begleitet werden Innovationen wie z.B. investigative Rechercheteams, journalistische Startups auf Basis von Spenden oder Mitgliedsbeiträgen, Projekte des Datenjournalismus oder auch die journalistische Nutzung von Plattformen wie Facebook, Instagram oder Youtube – mit allen Chancen und Risiken.

Insgesamt werden bei Medienhaus Wien, ÖAW und den internationalen Forschungspartnern mehr als ein Dutzend WissenschafterInnen in diesem Projekt tätig sein. Die Ergebnisse sollen Orientierungshilfe und Ratschläge sowohl für Medienpolitik, als auch für die Entwicklung von Medien und Redaktionen anbieten, um Innovationen zu befördern, die die Qualität des Journalismus stärken. (red)

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