WIEN. Vor Kurzem wurde im Haus der Industrie der Journalismuspreis der Industrie zum dritten Mal vergeben. Die Industriellenvereinigung (IV) zeichnete Beiträge aus, die wirtschaftliche Entwicklungen differenziert und nachvollziehbar darstellen. „Gerade in herausfordernden Zeiten ist fundierter und verständlicher Wirtschaftsjournalismus unverzichtbar. Er hilft, komplexe Entwicklungen einzuordnen und trägt wesentlich zu einer sachlichen öffentlichen Debatte bei“, betonte Christoph Neumayer, IV-Generalsekretär, im Rahmen der Verleihung.
Die Preisträgerinnen und Preisträger
In der Kategorie „Print & Online“ wurde Sebastian Hofer für den Beitrag „Dotterdämmerung“ prämiert. Der Text verbinde wirtschaftliche Aspekte des globalen Eiermarkts mit Einblicken in Produktion, Ernährung und Kulturgeschichte. Laut Industriellenvereinigung überzeuge der Beitrag durch sprachliche Präzision, Tempo und eine kreative Herangehensweise, die komplexe Inhalte verständlich und zugleich unterhaltsam vermittelt.
Die Auszeichnung in der Kategorie „Interview“ ging an Matthias Auer für „In Österreich ist es oft am besten, wenn man nichts macht“. Der Beitrag zeichne sich durch eine strukturierte Gesprächsführung und die Auswahl eines passenden Gesprächspartners aus.
In der Kategorie „Bewegtbild, Radio & Podcast“ wurde Kathrin Pollak für den Beitrag „Wie schlimm ist das Budgetloch wirklich?“ ausgezeichnet. Der Beitrag bereite ein komplexes Thema verständlich auf und ordne unterschiedliche Perspektiven ein.
Aloysius Widmann erhielt den Preis in der Kategorie „Kurzbeitrag & Kommentar“ für „Der wahre Gegner unseres Wohlstands“. Der Kommentar formuliere eine zugespitzte These zu wirtschaftlichen Entwicklungen.
In der Kategorie „Newcomer“ wurden Hannah Müller für „Grazer Mietpreiszuckerl“ sowie Nicolas Dworak für „Das böse China gängelt den Westen? Warum die Erzählung einen Haken hat“ ausgezeichnet. Beide Beiträge befassen sich mit wirtschaftlichen und geopolitischen Fragestellungen.
Der Milan Frühbauer-Preis wurde an Madlen Stottmeyer als „Wirtschaftsjournalistin des Jahres“ vergeben. Ihre Berichterstattung, insbesondere rund um die Signa-Thematik, wurde für ihre analytische Tiefe und verständliche Aufbereitung hervorgehoben.
Die Preisträger wurden von einer unabhängigen Fachjury ausgewählt, bestehend aus Hannelore Veit, renommierte TV-Journalistin mit mehr als 30 Jahren ORF-Erfahrung, Meret Baumann, Präsidentin der Auslandspresse in Wien, Monika Köppl-Turyna, Direktorin von EcoAustria, Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung, Christian Helmenstein, Chefökonom der Industriellenvereinigung, sowie Dominik Futschik, IV-Bereichsleiter Strategie & Kommunikation. (red)
