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Reporter ohne Grenzen: Weltweit mindestens 348 Medienleute in Haft RoG/Hilpert

ROG-Vorstandssprecherin Britta Hilpert spricht von einer "Hexenjagd gegen Journalisten in der Türkei".

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ROG-Vorstandssprecherin Britta Hilpert spricht von einer "Hexenjagd gegen Journalisten in der Türkei".

Redaktion 14.12.2016

Reporter ohne Grenzen: Weltweit mindestens 348 Medienleute in Haft

21 Medienvertreter befinden sich derzeit in der Hand des Islamischen Staats.

BERLIN. Weltweit sitzen nach Angaben von Reporter ohne Grenzen (RSF) derzeit mindestens 348 Medienleute wegen ihrer Arbeit im Gefängnis; dies seien sechs Prozent mehr als vor einem Jahr, teilte die Organisation am Dienstag in Berlin mit.

"Die Repressionswelle seit dem Putschversuch in der Türkei hat die Zahl der weltweit inhaftierten Journalisten in diesem Jahr deutlich in die Höhe getrieben", erklärten die Reporter ohne Grenzen zur Veröffentlichung des ersten Teils ihrer Jahresbilanz. "Die Hexenjagd gegen Journalisten in der Türkei sprengt alle bekannten Dimensionen", sagte ROG-Vorstandssprecherin Britta Hilpert. Allein in den Gefängnissen der Türkei säßen derzeit weit über 100 Journalisten in Haft.

Die meisten inhaftierten Medienschaffenden gibt es demnach in der Türkei, in China, Syrien, Ägypten und dem Iran. Darunter seien neben 187 professionellen Journalisten auch 146 Blogger und Bürgerjournalisten sowie 15 sonstige Medienmitarbeiter. Entführt seien weltweit derzeit 52 Medienleute - und zwar ausnahmslos in Syrien, im Jemen oder im Irak. 21 von ihnen befänden sich in der Gewalt der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). (APA/dpa)

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