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"Römische Eins" für Andreas Ferners neues Kabarettprogramm © Moni Fellner
© Moni Fellner

Redaktion 19.02.2020

"Römische Eins" für Andreas Ferners neues Kabarettprogramm

„Chill amal, Fessor“ feierte am 17.2.2020 im Wiener Orpheum vor einem ausverkauften Klassenzimmer Premiere; Fans wie Fußballlegende Hans Krankl applaudierten.

WIEN. Nach dem Dauerbrenner „Bildungsferner“, der knapp vier Jahre lang die Kabaretts des Landes füllte, startete Andreas Ferner in den letzten Monaten mit Regisseurin Marion Dimali seine persönliche Bildungsreform. Das Resultat bekamen nun begeisterte Schüler wie Fußballlegende Hans Krankl zu sehen, der seit acht Jahren in Ferners Klasse sitzt, sich keine Premiere entgehen lässt und schon bald beim lustigsten Lehrer des Landes maturieren könnte.

Ferners neues Programm „Chill amal, Fessor“ gibt tiefe Einblicke in die Konferenz- und Klassenzimmer der Nation, wo die angehenden Instagram-Influencer heranwachsen, die permanent über WhatsApp kommunizieren und sich auf die perfekte Work-Life-Balance vorbereiten. Eine Nachhilfestunde gibt es auch für selbst ernannte Bildungsexperten: Ihnen rät der Wiener HAK-Lehrer, ab und an eine Schule von innen anzusehen. Schräge Anspielungen auf die turmähnliche Schieflage des Pisa-Tests und Erkenntnisse über den Elternsprechtag als verbindendes Angstmoment zwischen Lehrern, Schülern und Eltern stehen selbstverständlich auch am Unterrichtsplan der unterhaltsamen Doppelstunde. Freiwilliges Nachsitzen bei der Zugabe inklusive, die Ferner übermotivierten Helikoptereltern widmet.

„Theoretisch hat ja jeder mal die Schulbank gedrückt. Deswegen hat auch jeder was zur Bildung zu sagen. Das macht es für Lehrer besonders leicht, weil es im Land 8,9 Millionen Bildungsexperten gibt. Dagegen ist man als Fußballkapitän mit seinem Match ja fast allein“, schmunzelt der begeisterte Hobbykicker Ferner. „Ich bin froh, dass ich nicht so einen Lehrer hatte. Fürchterlich, aber lustig“, lacht Krankl.

„Ins Kabarett komme ich sogar pünktlich. In der Schule war das immer auf den letzten Drücker. Das liegt wohl am strengen Lehrer, der einen sonst gleich auf die Bühne holt und einen zur Lachnummer macht“, so Schauspielerin Chiara Pisati. „Als Lehrer ist man täglich Gast im Kabarett. Da geht einem der Stoff gewiss nicht aus“, weiß Tanja Duhovich, die selbst ausgebildete Volksschul- und Sonderschullehrerin ist und mit ihrer Mutter Hildegard, selbst 40 Jahre lang als Lehrerin tätig, die Kabarett-Schulbank drückte.

Im Klassenzimmer von Österreichs lustigstem Lehrer wurden unter anderem gesichtet: Charlie Böhm (Erste Bank), Tanja Duhovich (Ex-Miss-Austria), Heinrich Himmer (Bildungsdirektor), Heinz Hofbauer (Kabarettist), Martin Kaftan (Strabag), Reinhard Kienast (Fußballer), Hans Krankl (Fußballer), Christina Lugner (Unternehmerin), Nadja Mader (ORF), Chiara Pisati (Schauspielerin), Petra Schmidt (Agentin), Patrick Schubert (ProSiebenSat.1 Puls 4), Georg Spatt (Hitradio Ö3), Oliver Stamm (Sportler), Heinz Stiastny (Bundesministerium für Landesverteidigung), Heini Strasser (Fußballer), Josef Winkler (Frisör) oder Michael Zeman (Sberbank).

Über Andreas Ferner
Der Kabarettist Andreas Ferner (46) ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. 2010 wurde er mit dem „Großen Niederösterreichischen Kabarett- und Comedy-Preis" ausgezeichnet. Sein pädagogisches und bildungspolitisches Insiderwissen erwirbt er sich als HAK-Lehrer für kaufmännische Fächer in Wien. 2012 wurde er von der Wiener Gesellschaft für Bildungspolitik und Schulmanagement zum „Lehrer des Jahres" gewählt. Ferner stellte seine schauspielerische Vielseitigkeit bereits durch zahlreiche Bühnen- und Fernsehauftritte in Österreich und Deutschland („Kabarett im Turm“, „Schlawiner“, „WDR Funkhaus“, „Soko Donau“ oder „Soko Kitzbühel“) unter Beweis. 2013 startete er mit dem Soloprogramm „Schule, Oida!" durch. Mit seinem Programm „BildungsFerner“ ist der begeisterte Fußballer in die Oberstufe der österreichischen Kabarettisten aufgestiegen. (red)

 

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