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"Supermacht Supermarkt: Die Welt der Handelsriesen" © Dossier
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Redaktion 30.09.2020

"Supermacht Supermarkt: Die Welt der Handelsriesen"

Dritte Ausgabe des "Dossier" Print-Magazins ist jetzt erhältlich.

WIEN. Die EU-Vorgaben bei der Herkunftskennzeichnung von Obst und Gemüse werden in den Onlineshops der Branchenriesen Billa und Interspar gravierend verletzt. Das berichtet die auf investigativen und Datenjournalismus spezialisierte Rechercheplattform Dossier im neuen Magazin „Supermacht Supermarkt – Die Welt der Handelsriesen“.

Erstmals wurden von März bis Juli 2020 die Onlineshops von Billa und Interspar einer datenjournalistischen Untersuchung („Scraping“) unterzogen. Die Ergebnisse der detailreichen Sortimentsanalyse werden von der Rechercheplattform Dossier im Printmagazin analysiert und sind für Dossier-Mitglieder online verfügbar. Konkret geht es um eine Verletzung der Lebensmittelinformations-Verordnung (LMIV), wonach bei Obst und Gemüse die Herkunftskennzeichnung verpflichtend ist. In den Webshops wird die Herkunft dieser Lebensmittel bei Billa (25,6%) und bei Interspar (37%) nicht ausgewiesen.

Auf Dossier-Anfrage wird seitens der Branchenriesen Verbesserungsbedarf eingeräumt. „Wir arbeiten aktuell an geeigneten Lösungen, um die Herkunftsbezeichnung auch unseren Kundinnen und Kunden im Onlineshop entsprechend anzuzeigen“, heißt es in einer Billa-Stellungnahme gegenüber Dossier. Die Herkunftskennzeichnung im Onlineshop sei „nicht optimal“, heißt es seitens der Spar-Pressestelle: „Wir arbeiten bereits an diesem Problem, denn natürlich wollen wir auch die Herkünfte genau angeben.“ Aus dem Büro von Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) heißt es gegenüber Dossier: „Für uns sind gesetzlich vorgesehene Kennzeichnungspflichten keine Empfehlung, sondern eben eine Verpflichtung. Fehlende Kennzeichnungen sind daher naturgemäß nicht akzeptabel.“

Das 116 Seiten starke Dossier-Magazin „Supermacht Supermarkt“ widmet sich zahlreichen Aspekten der Welt der Handelsriesen: von der Bodenversiegelung, über die Zerstörung der Ortskerne bis hin zur Lebensmittelverschwendung. Zudem finden sich in der Ausgabe spannende Storys über die Datenkrake Jö-Bonusclub und die Ausbeutung der Supermarktangestellten sowie die unrühmliche Praxis, Lieferanten unter Druck zu setzen, etwa durch illegale Preisabsprachen, über aggressive Einkaufsmanager oder konkurrierende Eigenmarken. (red)

Neue Wege geht Dossier auch in der Präsentation der mehr als sechs Monate dauernden Recherchen. Die Redaktion experimentiert erstmals mit Augmented-Reality-Animationen. Mit Bewegtbildern werden Geschichten zum Leben erweckt: von der Datenanalyse, über Zeichnungen bis hin zu Reportagen. Erhältlich ist das neue Dossier-Magazin „Supermacht Supermarkt“ zum Preis von 23,99 € österreichweit ab Samstag, dem 3. Oktober, erstmals in ausgewählten Trafiken sowie über crowdfunding.dossier.at

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