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Vor Medienenquete: Wrabetz schlägt "Austria Player" vor © ORF

Der ORF will seine TVthek ausbauen.

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Der ORF will seine TVthek ausbauen.

Redaktion 04.06.2018

Vor Medienenquete: Wrabetz schlägt "Austria Player" vor

ORF-General: TVthek zu einem ORF-Player und letztendlich "Österreich-Tor" für Content auch von Privaten ausbauen.

WIEN. Der ORF geht mit einem konkreten Vorschlag für eine österreichische Content-Plattform in die Medienenquete. Im Gespräch mit dem Ö1-Medienmagazin "#doublecheck" sowie im "News"-Interview stellt er die Idee eines "ORF-Players" vor, der "die Basis für einen Austria-Player bieten soll", sagt er in der am Freitag erschienenen "News"-Ausgabe.

"Letztlich geht es darum, die TVthek weiterzuentwickeln", skizziert er auf Ö1; es gebe “unser Angebot auch an die privaten Anbieter in Österreich, da etwas gemeinsam zu entwickeln. Ein Österreich-Tor sozusagen." Dies wäre "eine österreichische Oberfläche, mit der wir direkt unser österreichisches Publikum ansprechen", führt er in "News" aus: "Das wäre eine nachhaltige und starke Antwort auf den sich ändernden Medienkonsum vor allem des jungen Publikums. Und eine starke Ansage auch in Europa."

Als Vorbild nennt Wrabetz die BBC mit ihrem Player. Die stelle dort auch exklusiv für die Online-Verbreitung produzierten Content hin - etwas, das dem ORF auch erlaubt sein müsse, betont Wrabetz. Die derzeitige 7-Tage-Grenze für Inhalte des ORF möchte er "zumindest auf ein Monat verlängert" sehen.

Eine erneute Absage erteilt Wrabetz den Vorstellungen, der ORF könnte Privaten generell Zugriff auf sein Archiv erteilen. Was er "für möglich und sinnvoll" halte, sei eine Ausbau der Kooperation über die Austria Video Plattform zum Austausch von aktuellen Clips; "Cherry Picking" aus sämtlichen ORF-Produktionen könne es aber nicht geben.

Dass sich der ORF für eine bewegte medienpolitische Debatte rüstet, machte Wrabetz laut "#doublecheck" auch bei der Mitarbeiterbesprechung vergangene Woche klar: "Wir müssen uns so aufstellen, dass wir in einem Jahr eine theoretische Volksabstimmung, die es hoffentlich nicht geben wird, gewinnen können", sagte er dort. (red)

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