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Zurückhaltung bei Investitionen und Ausgaben © Coface

Dagmar Koch: „Unternehmen und Haushalte sind weiterhin vorsichtig.“

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Dagmar Koch: „Unternehmen und Haushalte sind weiterhin vorsichtig.“

Redaktion 11.12.2020

Zurückhaltung bei Investitionen und Ausgaben

Insgesamt rechnen die Coface-Ökonomen damit, dass die Wirtschaftsleistung der Welt heuer um 4,8% im Vergleich zum Vorjahr abnimmt.

WIEN. Die zweite Welle des Corona-Lockdowns trifft die Zentral- und Osteuropa Region und damit auch Österreich stärker als die erste. „Bis zur flächendeckenden Einführung eines Impfstoffs kann es durchaus zu mehreren unterschiedlichen Lockdown-Phasen kommen. Diese werden allerdings die Volkswirtschaften weniger stark treffen als die bisherigen“, fasst Dagmar Koch, Country Manager von Coface Österreich, die aktuelle Lage auf Basis der jüngsten Coface-Studien zusammen. „Solange die Unsicherheit anhält, bleiben sowohl Unternehmen als auch Haushalte in der Zentral- und Osteuropa Region weiterhin zögerlich mit Investitionen und Ausgaben“, betont die Coface-Managerin und ergänzt: „Man bleibt eben vorsichtig.“ Aus heutiger Sicht ist auch nicht absehbar, wie die weitere Entwicklung sein wird, wenn die staatlichen Maßnahmen zu Abfederung der Pandemie auslaufen. Arbeitslosigkeit und geringeres Lohwachstum könnten den Verbrauchermarkt eintrüben. Damit sinkt das Konsumverhalten als wichtige Triebkraft des BIP-Wachstums, was zu einer Wachstumsverlangsamung in den kommenden Jahren führen könnte. Industriespezifisch zeichnet sich jedenfalls jetzt schon deutlich ab, dass in Österreich die Automobilbranche, die Metallindustrie und der Textilsektor am stärksten von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen sind.

Insgesamt rechnen die Coface-Ökonomen damit, dass die Wirtschaftsleistung der Welt heuer um 4,8% im Vergleich zum Vorjahr abnimmt. Im Jahr 2021 könnte aber nach derzeitigen Prognosen wieder ein Wachstum um 4,4% folgen. Österreich ist, besonders auch durch die Erholungsphase im Sommer, im Ländervergleich stabil. Es wird allerdings mindestens drei Jahre brauchen, um das Produktionsniveau von vor der Krise zu erreichen. (red)

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