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Agrana investiert 2020 3,4 Mio. Euro in F&E-Standorte © Thierry Mottier

Agrana Fruit Europe General Manager Olivier Roques, New Lab Projektleiterin Candice Grégoire, Bürgermeisterin von Mitry-Mory Charlotte Blandiot-Faride, Agrana CEO Johann Marihart, Agrana CTO Norbert Harringer, Agrana Fruit COO Benoit Biquet

© Thierry Mottier

Agrana Fruit Europe General Manager Olivier Roques, New Lab Projektleiterin Candice Grégoire, Bürgermeisterin von Mitry-Mory Charlotte Blandiot-Faride, Agrana CEO Johann Marihart, Agrana CTO Norbert Harringer, Agrana Fruit COO Benoit Biquet

Redaktion 27.01.2020

Agrana investiert 2020 3,4 Mio. Euro in F&E-Standorte

2,6 Mio. Euro Investition in Frankreich: Eröffnung eines neuen Entwicklungszentrums für Fruchtzubereitungen in Mitry-Mory.

WIEN. Agrana, einer der führenden Nahrungsmittel-und Industriegüterkonzerne aus Österreich, setzt verstärkt auf Innovationen und investiert heuer rund 3,4 Mio. € in zwei F&E Standorte in Frankreich und Österreich. Die jährlichen F&E Aufwendungen der Agrana-Gruppe für Forschung und Entwicklung betragen rund 20 Mio. €. Insgesamt beschäftigt Agrana rund 300 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung.
In einem hoch kompetitiven Umfeld ist es das strategische Ziel von Agrana, sich durch Produktweiterentwicklungen in ihren Geschäftsbereichen Frucht, Stärke und Zucker vom Mitbewerb zu unterscheiden.

Fruchtzubereitungen: neues Entwicklungszentrum in Frankreich
Agrana betreibt für das Fruchtzubereitungsgeschäft weltweit 17 Entwicklungszentren, wo an neuen Rezepturen, speziellen Ingredienzien bzw. Rohstoffen und neuen Anwendungsmöglichkeiten bestehender Produkte gearbeitet wird. In Europa befinden sich fünf dieser „New Product Development Center“, in Gleisdorf (Österreich), in Ostroleka (Polen), in Serpukhov (Russland), in Vinnyzja (Ukraine) und in Mitry-Mory (Frankreich), wo das Entwicklungszentrum jüngst um 2,6 Mio. € erneuert und mit 700 m2 Laborfläche erweitert wurde.

„Bei Fruchtzubereitungen ist Agrana Weltmarktführer. Dementsprechend wichtig ist es, Innovator und nicht Follower mit Me-Too-Produkten zu sein. Wir versuchen dabei als ‚First Mover’ in regionalen Märkten möglichst früh neue Entwicklungs-Trends aufzugreifen. Die Produkte entwickeln wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden je nach den lokalen Marktbedürfnissen und den neuesten Trends. Jährlich bringen wir mit unserem globalen Netzwerk an Produktentwicklern weltweit über 1.000 neue Fruchtzubereitungsprodukte auf den Markt“, erklärt Agrana- Generaldirektor Johann Marihart.

Entsprechend regionaler Nachfragen aber auch aktueller Ernährungstrends reicht das Portfolio von Zubereitungen mit qualitativ hochwertigen Früchten in pürierter oder stückiger Form für Molkereiprodukte, Eiscreme- und Backwaren bis hin zu neuesten Produktlösungen für auf Pflanzen basierende Produkte im Bereich Löffel- und Trinkjoghurts. Zusätzlich zu Fruchtzubereitungen bietet Agrana auch „Brown Flavors“ wie beispielsweise Karamell, Kaffee oder Vanille sowie Produkte mit sogenannten Inclusions (z.B. Schokobällchen) an.

800.000 Euro für Ausbau des Agrana Research & Innovation Centers (ARIC) Tulln
Das Agrana Research & Innovation Center (ARIC) in Tulln ist das zentrale Forschungs- und Entwicklungsunternehmen der Agrana-Gruppe. Auf rund 4.000 m2 arbeiten im ARIC 85 Mitarbeiter an Forschungsprojekten aus den Bereichen Frucht, Stärke und Zucker. Aktuell wird das ARIC ausgebaut und bis Jahresende entstehen dort 300 m2 zusätzliche Flächen für Forschungszwecke. Das Investitionsvolumen beträgt 800.000 €.

Im Bereich Frucht forscht Agrana an der Entwicklung von innovativen natürlichen Stabilisatoren für Fruchtzubereitungen oder an Verfahren und Prozessen zur möglichst schonenden Behandlung der Frucht-Rohstoffe. Ziel ist der optimale Erhalt der Natürlichkeit der Früchte. Im Bereich Stärke arbeitet Agrana entsprechend ihrer Spezialitäten-Strategie an der Entwicklung spezieller Applikationen. Aktuelle Themen sind etwa im Bereich Lebensmittel-Stärken die Entwicklung von Bio- und Clean Label Produkten, die nicht chemisch modifiziert sind. Bei technischen Stärken ist die Entwicklung von speziellen Stärken z.B. für den Einsatz in Fliesenkleber oder von Green Glues als Alternative zu synthetischen Klebstoffen ein Schwerpunkt, ebenso wie kompostierbare Stärkefolien.

Im Bereich Zucker liegt der Arbeitsschwerpunkt in der Entwicklung von neuen, umweltfreundlichen und energiesparenden Verfahren und Verfahrensschritten in der Produktion sowie der möglichst vollständigen Verwertung des Rohstoffes Zuckerrübe bzw. einer optimalen Nutzung von Nebenprodukten, z.B. der Gewinnung von Betain. (red)

 

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