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Agrarexporte: Nur 7 Mio. Euro bis zur ausgeglichenen Bilanz © AMA / APA-Fotoservice/Schedl

Michael Blass (GF AMA-Marketing) und Katharina Kossdorff (GF Fachverband der LM-Industrie).

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Michael Blass (GF AMA-Marketing) und Katharina Kossdorff (GF Fachverband der LM-Industrie).

Redaktion 22.03.2022

Agrarexporte: Nur 7 Mio. Euro bis zur ausgeglichenen Bilanz

WIEN. Ausgerechnet im zweiten Corona-Jahr schafft der österreichische Außenhandel mit Agrarwaren und Lebensmitteln eine fast ausgeglichene Bilanz: Waren im Wert von 13,947 Mrd. € wurden exportiert, im Wert von 13,954 €importiert. Das ergibt einen historisch kleinen Saldo von sieben Mio. €.

Die Agrarexporte hatten im vergangenen Jahr einen Anteil an Österreichs gesamten Waren- und Dienstleistungsexporten von 8,4 Prozent.

Deutschland ist wichtigster Markt
Der Agrar- und Lebensmittelaußenhandel mit Deutschland ergibt bereits zum zweiten Mal eine positive Handelsbilanz: Es wurde mehr zu unseren Nachbarn verbracht als umgekehrt. Deutschland liegt mit einem Anteil von 37% an den gesamten Agrarexporten mit großem Abstand an erster Stelle. Italien ist traditionell der zweitwichtigste Marktplatz für österreichische Agrarwaren und Lebensmittel.

Drei Viertel bleiben in der EU
Die geografische Nähe der Märkte spielt für Österreich – mit seinem hohen Exportanteil an Frischeprodukten – eine wichtige Rolle. Insofern verwundert es kaum, dass drei Viertel der Umsätze im Export mit den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union getätigt werden. 6,5 Prozent der Ausfuhren entfallen auf die USA, 5,3 Prozent auf Asien.

Käse und Milchprodukte sind rot-weiß-rote Klassiker
Im Ranking der wertmäßig stärksten agrarischen Exportwaren beweist die Landwirtschaft ihre Stärke: Milchprodukte führen, gefolgt von veredeltem Obst und Gemüse, Wurst-, Schinken- und Speckwaren. Fast alle Produktkategorien verzeichnen kräftige Zuwächse. Dies gilt im besonderen Maße für den Handel mit Deutschland. Landwirtschaftsnahe Produktgruppen nehmen den Löwenanteil ein, alle Kategorien verzeichnen Zuwächse. Weit mehr agrarnahe Produkte gehen von Österreichs Produzenten in Richtung der deutschen Konsumenten als umgekehrt. (red)

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