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Bauern in Sorge wegen massiver Marktmacht des Handels © LK OÖ

Michaela Langer-Weninger.

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Michaela Langer-Weninger.

Redaktion 19.02.2020

Bauern in Sorge wegen massiver Marktmacht des Handels

Viele Bauern bringen derzeit die berechtigte Sorge im Hinblick auf ständig steigende Produktionsstandards und die angespannten Erzeugerpreise zum Ausdruck.

WIEN. Das gilt aktuell vor allem für die Milchbauern, wo trotz eines verbesserten internationalen Marktumfelds Preisverbesserungen vonseiten des Lebensmittelhandels nicht oder nur zögerlich umgesetzt werden. Die Lebensmittelausgaben der heimischen Haushalte liegen mit 9,7 Prozent deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 12,1 Prozent. Hauptursache dafür ist der harte Wettbewerb im Handel. Die Bäuerinnen und Bauern müssen damit derzeit in einzelnen Sparten höchste Qualität zum niedrigen Preis erbringen. „Die Vertreter des Lebensmittelhandels sind daher gefordert, die von der Bauernvertretung schon länger eingeforderte und auch im Regierungsprogramm verankerte Klimaschutzpartnerschaft mit der Landwirtschaft rasch konkret in die Tat umzusetzen und faire Erzeugerpreise zu bezahlen“, erklärt Kammerpräsidentin Michaela Langer-Weninger.

Faire Partnerschaft gefordert
"Die Landwirtschaftskammer fordert die Verantwortungsträger im Lebensmittelhandel dazu auf, in den laufenden Preisverhandlungen Fairness an den Tag zu legen und für heimische Qualitätsprodukte faire Preise zu bezahlen“, erklärt Präsidentin Michaela Langer-Weninger. (red)

 

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