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Benkos Traum vom Wiener KaDeWe APA Hans Klaus Techt

Rene Benko

APA Hans Klaus Techt

Rene Benko

Redaktion 26.04.2017

Benkos Traum vom Wiener KaDeWe

Potenzieller Standort schwer zu finden.

WIEN. Der Tiroler Immo-Tycoon Rene Benko würde sich auch in Wien ein Luxuskaufhaus vom Format "seines" KaDeWe in Berlin wünschen - eine dafür geeignete Immobilie sei aber nicht leicht zu finden, sagte der Signa-Gründer am Dienstag in Wien. Ein Börsengang sei keine Option für Signa: "Außenstehende geht es nichts an, wie viel wir verdienen." Die Signa-Gruppe überlege schon lange, eine "besondere", eine "markante" Immobilie für einen  Luxuskaufhaus-Standort in Wien zu finden, so Benko; das "würde hier sehr gut gehen".

Das "Goldene Quartier" in Wien habe Signa "nicht für die Wiener", sondern primär für die Touristen gebaut, mit denen sich in der Innenstadt-Flanier- und -Einkaufsmeile wie beim KaDeWe in Berlin 70% des Umsatzes erzielen ließen. Dass das Luxussegment in Wien nicht "gehe", wies der Unternehmer zurück. Erst kürzlich sei er beim Chef des Luxusartikelherstellers Louis Vuitton gewesen; der habe ihm gesagt, dass der Wiener Standort "einer der profitabelsten in ganz Europa" sei. "Es gibt Sachen, die funktionieren bei KaDeWe und in Mailand nicht, in Wien aber schon", so Benko.

Die deutsche Warenhauskette Karstadt, die zum Signa-Imperium gehört, ist nach den Worten des Tirolers "heute saniert", weise "genug Cash-Reserven" auf, und der Umsatz wachse gegen den Trend. Heuer werde man dort 70 bis 80 Mio. € EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, Anm.) schreiben, in die Häuser würden "nach wie vor jeden Tag zwei Millionen Besucher gehen". Seinerzeit, bei der Übernahme im Jahr 2014, habe das Traditionsunternehmen Karstadt als unsanierbar gegolten.

Der Digitalisierung könne sich heute keine Industrie mehr verschließen - in Deutschland erziele Signa von den 3 Mrd. € Umsatz 15% online. Im Sport-Online-Bereich, mit dem man begonnen habe, sei man mittlerweile ein Player in Europa. "Und bei uns verdienen alle Online-Unternehmen auch unterm Strich Geld", so Benko. (APA)

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