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Börsengang von Tochter Pepco bringt Steinhoff 900 Mio. Euro © Wikipedia Commons
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Redaktion 18.05.2021

Börsengang von Tochter Pepco bringt Steinhoff 900 Mio. Euro

Handel von Pepco-Aktien erstmals am 26. Mai an Warschauer Börse.

SANDTON / AMSTERDAM. Der angeschlagene südafrikanische Handelskonzern Steinhoff nimmt mit dem Börsengang seiner europäischen Billigladen-Tochter Pepco bis zu 1 Mrd. € ein. Steinhoff trennt sich im Zuge der Emission an der Warschauer Börse zunächst von einem Fünftel der Pepco-Anteile. 102,3 Mio. Aktien seien zu 40 Zloty (8,8 Euro) platziert worden, teilte das Unternehmen am Freitag mit, die Preisspanne reichte von 38 bis 46 Zloty.

Der Betreiber der Billigladen-Ketten Pepco und Dealz in Osteuropa sowie Poundland in Großbritannien wird zum Ausgabepreis mit 23 Mrd. Zloty (5,1 Mrd. Euro) bewertet. Die Pepco-Aktien sollen am 26. Mai 2021 erstmals an der Börse der polnischen Hauptstadt gehandelt werden.

Steinhoff baut auf die Einnahmen aus dem Börsengang, um seine Gläubiger befriedigen zu können. Der Konzern mit Wurzeln in Westerstede bei Bremen kämpft nach einem milliardenschweren Bilanzskandal ums Überleben. 23,1 Mio. Pepco-Aktien seien direkt an einige Gläubiger gegangen, erklärte Steinhoff im südafrikanischen Stellenbosch. 100 Mio. € zusätzlich könnten hereinkommen, wenn auch die Platzierungsreserve zugeteilt wird.

Pepco gilt als wertvollste Beteiligung von Steinhoff in Europa, nachdem sich der Konzern im Zuge seiner Sanierung von zahlreichen Unternehmen wie den Möbelketten kika / Leiner, Poco und Conforama, getrennt hat. Pepco betreibt mehr als 3.200 Billigläden in 16 Ländern und will die Zahl binnen fünf bis sieben Jahren verdreifachen, unter anderen durch eine Expansion nach Italien und Spanien. Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2019/20 (per Ende September 2020) bei 3,5 Mrd. €. (APA/Reuters)

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