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Christbäume: Steirer bevorzugen Bäume aus der Region © LK-Danner

Heimische Christbäume sind voll im Trend.

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Heimische Christbäume sind voll im Trend.

Redaktion 06.12.2021

Christbäume: Steirer bevorzugen Bäume aus der Region

Der Duft der heimischen Bäume ist einzigartig – diese wohltuenden ätherischen Öle sind gut für Stimmung, Atemwege und ein Wohlfühl-Ambiente.

GRAZ. Die 350 heimischen Christbaumbauern arbeiten seit Wochen auf Hochtouren, um die verstärkte Sehnsucht nach vorweihnachtlicher Stimmung und einem sicheren und schönen Zuhause zu erfüllen. 3 T – also drei Trends – kennzeichnen die heurige Christbaumsaison. „Trend eins ist der frühe Saisonstart, der schon im Vorjahr erkennbar war. Zweitens zeigt sich, dass immer mehr Steirerinnen und Steirer einen Zweit- oder Drittbaum im Garten, auf dem Balkon, der Terrasse oder im Kinderzimmer aufstellen. Und besonders erfreulich ist drittens, dass die Kunden heimische Christbäume bevorzugen“, beschreibt Präsident Franz Titschenbacher die aktuellen Entwicklungen. Der Verkauf erfolgt coronasicher: Die 3G-Regel, das Tragen einer FFP2-Maske im Freien sowie der 2-Meter-Abstand sind eine Selbstverständlichkeit.

Steirer sind Christbaum-Patrioten
„Die Steirerinnen und Steirer bevorzugen Christbäume aus der Region und sind große Christbaumpatrioten. Sie halten den heimischen Christbaumbauern die Treue“, hebt Titschenbacher hervor. Das bestätigt auch die aktuelle GfK-Befragung (Winter 2020). 95% der Steirerinnen und Steirer (Ö: 90%), die Christbäume aufstellen, greifen zu heimischen Bäumen. Das hat mehrere Vorteile. Titschenbacher: „Kurze Transportwege tun der Umwelt und dem Klima gut, schaffen ein gutes Gewissen und die Bäume aus der Region überzeugen durch frisches Grün, lange Haltbarkeit und ihren unverwechselbaren Duft, der auch der Stimmung guttut und ein angenehmes Ambiente schafft.“ Durch den starken Ab-Hof-Verkauf betragen die Transportwege im Schnitt nur
6,5 km. Ganz im Gegensatz zu jenen Bäumen, die aus dem skandinavischen Raum mehr als 1.000 km herangekarrt werden müssen.





Obfrau Martina Lienhart: Selbstversorgung garantiert, Preise bleiben weitgehend stabil
„Trotz höherer Produktionskosten und erheblich gestiegener Qualität des heimischen Christbaum-Angebots werden die Preise in dieser Saison weitgehend stabil bleiben beziehungsweise nur moderat angepasst werden“, betont Martina Lienhart, Obfrau der steirischen Christbaumbauern. Auch dem früheren Saisonstart tragen die Christbaumbauern heuer Rechnung: Der Verkauf von Schmuckreisig und Christbäumen hat ab Hof und auf privaten Plätzen bereits volle Fahrt aufgenommen. Auf öffentlichen Plätzen in Graz erfolgt der Verkauf heuer schon ab 10. Dezember, um vier Tage früher als bislang.

Klimawandel setzt den Christbaumbauern zu
„Teils waren die Ausfälle bei den Christbaum-Jungpflanzen verheerend. Die noch wenig verwurzelten Jungpflanzen waren gegen die monatelange Trockenheit im Jahr 2021 chancenlos“, berichtet Lienhart als Praktikerin. Und weiter: „Die älteren erntefertigen Christbäume, die bereits mit einer langen Pfahlwurzel ausgestattet sind, konnten das benötigte Wasser aus tieferen Wasserschichten ziehen. Sie wurden glücklicherweise nicht geschädigt, konnten starke Äste mit satt-grünen Nadeln entwickeln. Ihnen haben die besonders vielen Sonnenstunden gutgetan.“

Rot-weiß-rote Banderole „Steirischer Christbaum – Danke liebes Christkind“ garantiert heimische Herkunft
„Die rot-weiß-rote Banderole ‚Steirischer Christbaum –Danke, liebes Christkind‘ garantiert die steirische Herkunft der Weihnachtsbäume. Auf dieser Banderole stehen auch Name und Anschrift des Christbaumzüchters“, hebt Martina Lienhart hervor. Dieser Initiative haben sich bereits 84 heimische Christbaum-Bauern angeschlossen – Tendenz steigend. Die Mitglieder des Vereins der Steirischen Christbaum-Bauern haben sich freiwillig strengen Regeln unterworfen, die eine nachhaltige und ökologische Produktion sowie 100% Regionalität garantieren. (red)

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