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Danone wird beim Umsatz pessimistischer © APA/AFP/Yuri Kadobnov
© APA/AFP/Yuri Kadobnov

Redaktion 21.10.2019

Danone wird beim Umsatz pessimistischer

Verkaufserlöse im dritten Quartal um drei Prozent auf 6,4 Mrd. Euro gestiegen.

PARIS. Der französische Lebensmittelkonzern Danone zeigt sich für das laufende Geschäftsjahr pessimistischer. Obwohl das Wachstum im dritten Quartal anzog, liegt das Unternehmen nach den ersten neun Monaten weiter hinter der Jahresplanung zurück. So geht das Management nun für 2019 von einem vergleichbaren Umsatzwachstum von 2,5 Prozent bis 3 Prozent aus, wie Danone am Freitag in Paris mitteilte.

Bisher war der Konzern von rund 3 Prozent ausgegangen. Die bereinigte operative Marge soll dank Einsparungen weiter bei über 15 Prozent liegen. Dabei erwartet Danone weiter steigende Kosten für Rohstoffe und Verpackung. Im vorbörslichen Handel fiel die Aktie um mehr als 4,5 Prozent.

Im dritten Quartal beschleunigte sich das Wachstum im Vergleich zu den Vorquartalen. So stieg der Umsatz auf vergleichbarer Basis um 3 Prozent auf 6,4 Mrd. Euro. Dabei klammert Danone Zu- und Verkäufe, Währungsschwankungen sowie mögliche Änderungen in der Rechnungslegung aus. Das Wachstum blieb jedoch hinter den Erwartungen der Analysten zurück, die im Schnitt mit einem Plus von 3,8 Prozent gerechnet hatten. Nominal stieg der Umsatz um 3,7 Prozent. Nach neun Monaten steht ein vergleichbares Wachstum von 2,1 Prozent zu Buche.

Im dritten Quartal war das Wachstum im Geschäft mit Milchfrischeprodukten verhalten und wuchs nur leicht. Dabei enttäuschte vor allem das US-Joghurtgeschäft. Ein weiterer Schwachpunkt war das Wassergeschäft, insbesondere in Europa, wo ein kälterer August die Nachfrage drückte. Analysten hatten hier zwar mit einem schwächeren Geschäft gerechnet, jedoch nicht mit einem Umsatzrückgang der Sparte, der sich auf vergleichbar 0,9 Prozent belief. Positiv entwickelte sich hingegen das Geschäft mit Spezialnahrung, welches um knapp 10 Prozent zulegte. Wachstumstreiber war dabei der Bereich Babynahrung, insbesondere in China, wo die Umsätze um mehr als 20 Prozent zulegten. (APA)

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