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Decathlon hat große Pläne © Sebastian Fuchs

Decathlon Österreich-Geschäftsführer Gabor Posfai (l.) mit Akos Juhasz, dem Leiter des neuen Wien-Stores.

© Sebastian Fuchs

Decathlon Österreich-Geschäftsführer Gabor Posfai (l.) mit Akos Juhasz, dem Leiter des neuen Wien-Stores.

Redaktion 23.10.2020

Decathlon hat große Pläne

Der französische Sporthändler eröffnet einen zweiten Standort in Österreich, 2021 folgt einer in Klagenfurt. Bis 2025 peilt man 10–15% Marktanteil an.

WIEN. Der französische Sport­artikeldiskonter Decathlon will in den kommenden Jahren in Österreich kräftig wachsen. „Mein Ziel ist zehn bis 15 Prozent Marktanteil in vier bis fünf Jahren”, machte Decathlon-Öster­reich-Geschäftsführer ­Gabor Posfai eine Ansage.

Derzeit liegt der Marktanteil noch bei unter einem Prozent – Decathlon eröffnete im August 2018 die erste Filiale in Österreich in Vösendorf, die schwierige Standortsuche verhinderte eine zügigere Expansion.

Standortplanung

Mittlerweile sind zwei weitere Standorte fix: Im kommenden Monat sperrt ein zweites Geschäft im Gewerbepark Stadlau im Norden auf, im Frühjahr 2021 folgt dann ein dritter Store in Klagenfurt beim Möbelhaus Rutar.

Decathlon betreibt große Standorte – die Filiale in Vösendorf hat 5.000 m² und 120.000 Artikel – und verkauft fast ausschließlich Eigenmarken. In Österreich liegt der Eigenmarkenanteil beim Umsatz bei 92%. Das Ziel von Decathlon ist langfristig, in jedem größeren Bundesland zumindest eine Filiale zu betreiben. „Weitere Stand­orte wie Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck sind in Planung”, sagte Posfai. Man habe in den letzten Monaten viele Verhandlungen bezüglich neuer Stand­orte geführt.

Omnichannel

Besonders gut haben sich bei Decathlon in Österreich seit Beginn der Coronakrise unter anderem Fahrräder, Fitnessgeräte, Stand-up-Paddling-Boards, Tischtennistische und Wanderausrüstung verkauft. Der Sporthändler erzielte heuer bisher rund 15 Mio. € Umsatz hierzulande. Trotz sechswöchigem Corona-Shutdown im März und April liegt das Umsatzplus in der Vösendorfer Filiale im laufenden Jahr bei zwölf Prozent. Im Onlinegeschäft, welches mittlerweile 40% des Gesamtumsatzes ausmacht, verdoppelten sich die Erlöse.

Bis Jahresende erwartet Posfai einen Gesamtumsatz von 20 Mio. Euro. Schon im nächsten Jahr sollen die Erlöse mit den neuen Filialen verdoppelt werden. Er geht von einer Konsolidierung im Sporthandel aus: „Online wird das Erfolgsrezept sein.” (red)

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