RETAIL
Edi: Das unsichtbare Gewürz © Kotányi
© Kotányi

Redaktion 03.07.2019

Edi: Das unsichtbare Gewürz

Wie Edi in der Praxis bei Kotanyi funktioniert.

WIEN. „Edi? Das spür ich eigentlich kaum, das läuft einfach“, so Martin Lorenz, der mit der Übernahme der IT-Leitung von Kotányi im vergangenen Jahr auch den gesamten Edi-Bereich des Gewürz-produzenten verantwortet. Welch große Verantwortung aber tatsächlich in diesem Bereich liegt, wird einem erst bewusst, wenn man weiß, welche Volumina an Daten über Edi abgewickelt werden. Bei Kotányi sind das im Schnitt 250.000 Edi-Transaktionen im Jahr, die über die Edi-Plattform eXite der Editel ausgetauscht werden.

An oberster Stelle steht für Kotányi dabei Schnelligkeit, denn es gilt Aufträge innerhalb von 24 Stunden zu erfüllen. Kommt die Bestellung bis 11 Uhr rein, wird noch am selben Tag ausgeliefert. Und dabei handelt es sich oftmals um Aufträge mit mehr als 150 Positionen, wie Martin Lorenz berichtet: „Dies in so einer kurzen Zeit zu erfassen, wäre ohne Edi heute einfach nicht mehr möglich.“

Auch den Elektronischen Datenaustausch im Exportgeschäft betreffend – hier liegt der Anteil immerhin bei stolzen 71 Prozent – zeigt sich Kotányi als absoluter Edi-Pionier. Mit insgesamt acht Ländern – neben Österreich sind das Deutschland, Tschechien, Kroatien, Ungarn, Polen, Slowenien und die Slowakei – erfolgt die ge-samte elektronische Auftragsabwicklung über Editel. Auch hier läuft laut Martin Lorenz alles reibungslos, „da es europaweit meist um dieselben Handelsketten geht und es dadurch viele Synergieeffekte gibt.“ Eine optimale Basis dafür besteht auch darin, dass alle Länder zentral über ein einziges gemeinsames ERP-System (Infor) laufen.

So wie Edi selbst ist für Lorenz auch eXite – also die Plattform dahinter – nicht spürbar. Also spektakulär unspektakulär. Hauptsächlich, wenn es um neue Projekte geht, ist Unterstützung durch Editel notwendig. Diese betrafen in jüngster Vergangenheit zum Beispiel die Abwicklung von Rechnungen und Gutschriften über Edi in Ungarn, die eSignatur in Tschechien oder die Einführung der Wareneingangsbestätigung für Spar in Slowenien. Diese speziellen Anforderungen im Edi-Bereich gibt so gut wie immer der Kunde vor. „Wir sind hier sehr bemüht, derlei Kundenwünsche nach Möglichkeit innerhalb von ein bis zwei Wochen umzusetzen“, beteuert Martin Lorenz. Aber auch wenn es um die eigenen Mitarbeiter geht, zeigt sich Kotányi in Sachen Edi sehr innovativ. Hier wird beispielsweise im Außendienst auf buyIT, das Online-Bestellportal der Editel, gesetzt. Damit können Bestellungen direkt beim Kunden oder kurz danach über PC oder Tablet online erfasst werden, „was unserem Außendienst stets einen guten Überblick über aktuelle Bestellungen bietet“, so Lorenz.

Fragt man Herrn Lorenz nach zukünftigen Erweiterungen und Verbesserungen im Edi-Bereich, sieht er das größte Potenzial in der Zahlungsabwicklung und möchte hier in Zukunft die Einführung des Zahlungsavis forcieren. Ansonsten zählt für den neuen IT-Leiter von Kotányi vor allem, „dass einfach alles so gut läuft wie bisher“. Denn: „Wir können es uns nicht erlauben, auch nur einen einzigen Tag nicht zu liefern!“ (red)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL