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Ein Jahr nach dem Fipronil-Skandal schon wieder Insektengift in Eiern © Panthermedia Handmadepictures

Die Fipronil-Grenzwerte sind bei denselben Betrieben wie beim Fipronil-Skandal 2017 überschritten worden.

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Die Fipronil-Grenzwerte sind bei denselben Betrieben wie beim Fipronil-Skandal 2017 überschritten worden.

Redaktion 11.06.2018

Ein Jahr nach dem Fipronil-Skandal schon wieder Insektengift in Eiern

Die Substanz wurde in Importen aus den Niederlanden nachgewiesen.

BERLIN/DEN HAAG/WIEN. Knapp ein Jahr nach dem Skandal um Fipronil-kontaminierte Eier ist das Insektengift in Deutschland wieder in Importen aus den Niederlanden nachgewiesen worden. Bei Eiern aus einem Bio-Legehennenbetrieb aus dem Nachbarland sei laut niedersächsischem Landwirtschaftsministerium der zulässige Fipronil-Grenzwert überschritten worden.

Bei den Tests in Vechta seien Fipronil-Konzentrationen bis zu 0,019 mg pro kg festgestellt worden; der zulässige Höchstwert liegt jedoch bei 0,005 mg. Ein gesundheitliches Risiko bestehe aber nicht, teilte das Ministerium in Hannover mit.

Offenbar sind dieselben Betriebe, die 2017 in den Fipronil-Skandal verwickelt waren, auch diesmal wieder involviert. "Die Befunde passen zu aktuellen niederländischen Presseberichten, in denen von erhöhten Fipronil-Rückständen in Eiern seinerzeit gesperrter Betriebe berichtet wird", heißt es in der Mitteilung aus Hannover. Vergangenes Jahr waren mehrere Millionen Eier zurückgerufen worden.

Die niedersächsischen Behörden ordneten an, die Eier aus dem Biobetrieb vom Markt zu nehmen, zudem wurden die niederländischen Kollegen unterrichtet. Die Ermittlungen würden andauern. Mit weiteren Ergebnissen sei nicht vor Anfang nächster Woche zu rechnen. Fipronil wird gegen Insekten wie Flöhe, Milben und Zecken eingesetzt; die Anwendung bei lebensmittelliefernden Tieren ist nicht erlaubt.

In Österreich wurden im Zuge des ersten Fipronil-Skandals in 54 von 311 österreichweit gezogenen Proben Nachweise festgestellt. 19 wurden beanstandet, bei ihnen war der Höchstgehalt überschritten, hieß es im Schlussbericht der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) im Oktober 2017. (APA)

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