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Einzelhandelsabsatz stieg im Mai 2020 in EU, Eurozone und Österreich © pixabay
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Redaktion 08.07.2020

Einzelhandelsabsatz stieg im Mai 2020 in EU, Eurozone und Österreich

Eurostat: Österreich verzeichnete mit plus 23,3 Prozent EU-weit dritthöchsten Zuwachs - Anstieg um 16,4 Prozent in EU - Im Euroraum plus 17,8 Prozent - Höchste Zunahme bei Textilien.

LUXEMBURG / WIEN. Das Absatzvolumen des Einzelhandels ist im Mai 2020 im Vergleich zum April in der EU, der Eurozone und in Österreich gestiegen. Die Steigerung betrug im EU-Schnitt 16,4 Prozent, im Euroraum waren es sogar 17,8 Prozent, wie aus Schätzungen des Europäischen Statistikamtes Eurostat von Montag hervorgeht. Hierzulande wurde mit 23,3 Prozent der EU-weit dritthöchste Zuwachs verzeichnet.

Die Lockerungen der Corona-Eindämmungsmaßnahmen lösten in allen EU-Mitgliedstaaten einen Zuwachs aus, mit Ausnahme von Bulgarien, wo das Einzelhandelvolumen unverändert blieb, wie Eurostat feststellte. Die höchsten Anstiege wurden in Luxemburg mit plus 28,6 Prozent und Frankreich plus 25,6 Prozent verzeichnet. Im April 2020 war das Einzelhandelsvolumen aufgrund der Coronakrise im Euroraum um 12,1 Prozent und in der EU um 11,4 Prozent gesunken.

Die höchste Zunahme des Absatzvolumens wurde jeweils bei Textilien, Bekleidung und Schuhen festgestellt. Im Euroraum belief sich der Zuwachs auf 147 Prozent und in der EU auf 130,7 Prozent. Die Steigerungen bei Motorenkraftstoffe betrugen 38,4 Prozent bzw. 31,9 Prozent, während das Absatzvolumen des Nicht-Nahrungsmittelsektors laut Eurostat um 34,5 bzw. 30,2 Prozent stieg. Bei "Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren" waren es demnach 2,2 bzw. 2,1 Prozent.

Gegenüber Mai 2019 sank laut dem Statistikamt der kalenderbereinigte Einzelhandelsindex im Mai 2020 im Euroraum um 5,1 Prozent und in der EU um 4,2 Prozent. Auch hier liegt Österreich mit einem Anstieg um 4,8 Prozent über dem EU-Schnitt. Höhere Zuwächse wurden nur in Deutschland (plus 7,2 Prozent) und Dänemark (plus 6,6 Prozent) verzeichnet. Die stärksten jährlichen Rückgänge gab es Eurostat zufolge in Bulgarien mit minus 20,4 Prozent, Luxemburg mit minus 19,7 Prozent und Spanien mit minus 17,9 Prozent. (red)

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