RETAIL
Fast 550.000 Euro für die „dm Flüchtlingshilfe" © dm/W. Lienbacher

Michaela Lienbacher (Filialleiterin in Anif), Gabriele Huber (Diakonie), dm Geschäftsführer Harald Bauer, Johannes Dines (Direktor Caritas Salzburg) und Katha Häckel-Schinkinger (Kommunikationsleitung Caritas Österreich)

© dm/W. Lienbacher

Michaela Lienbacher (Filialleiterin in Anif), Gabriele Huber (Diakonie), dm Geschäftsführer Harald Bauer, Johannes Dines (Direktor Caritas Salzburg) und Katha Häckel-Schinkinger (Kommunikationsleitung Caritas Österreich)

Redaktion 06.10.2022

Fast 550.000 Euro für die „dm Flüchtlingshilfe"

Unterstützung auch für die kommenden Monate gesichert.

SALZBURG / WALS. Die Bilder und Nachrichten aus der Ukraine erschüttern Österreich und Europa nach wie vor täglich. Viele Menschen stehen vor dem Nichts, leben plötzlich weit weg von ihrer Heimat und sorgen sich um ihre Angehörigen zu Hause. Gleichzeitig erleben sie hier eine große Welle der Solidarität. Denn Hilfsorganisationen und viele Freiwillige geben alles, um jenen Menschen, die auf der Flucht vor dem Krieg sind, zumindest die eine oder andere Sorge zu nehmen. Unterstützung gibt es dabei auch von dm drogerie markt. Zwischen März und September hatten dm Kunden in allen Filialen die Möglichkeit, direkt an der Kassa symbolische Produktpakete im Wert von fünf, zehn oder 20 Euro zu spenden. „Dabei zeigte sich einmal mehr die große Hilfsbereitschaft der Österreicherinnen und Österreicher. Insgesamt konnten über den gesamten Zeitraum 542.290 Euro gesammelt werden. Mehr als die Hälfte des Spendenbetrages ist bereits in Waren umgewandelt und kam auch schon bei den Betroffenen an“, verkündet dm Geschäftsführer Harald Bauer das starke Ergebnis. Dabei arbeitet dm eng mit der Caritas und der Diakonie zusammen, die den Bedarf bei den Betroffenen vor Ort abfragen und an dm weitergeben. Organisation und Logistik werden im Anschluss von dm übernommen.
 
Zielgerichtete Hilfe seit März
Nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine im Februar 2022 flohen Millionen Menschen in Richtung Westen. Groß war das Bedürfnis auch der Österreicher, den Geflüchteten mit Kleidung, Lebensmitteln oder Pflegeprodukten zu helfen. Unzählige Pkw- und Lkw-Ladungen an Hilfsgütern wurden zu Unterkünften in Österreich, vor allem aber auch an die EU-Außengrenzen oder direkt in die Ukraine gebracht. Die Übernahme dieser vielfach unsortierten Sammlungen stellte die Hilfsorganisationen teilweise vor große Herausforderungen. Innerhalb weniger Tage sprang dm ein, um Beschaffung und Logistik der Hilfsgüter zu übernehmen. „Gerade in Situationen, wo sich Bedarfe ständig ändern, sind erprobte Partnerschaften und bestmögliche Flexibilität von größtem Wert“, so Katha Häckel-Schinkinger, Kommunikationsleitung Caritas Österreich. „Durch die Kooperation konnten wir als Hilfsorganisation rasch auf neue Gegebenheiten reagieren.“
 
Ausblick: Langfristige Unterstützung
Die Aktion wirkt noch lange weiter, denn der Restbetrag wird in den nächsten Monaten weiter umgewandelt – etwa in Hygieneartikel oder Nahrungsmittel ­­– und je nach Bedarf an die Notunterkünfte in den Bundesländern ausgegeben. „Dank der Spenden von dm Kundinnen und Kunden können wir den Menschen stets das zur Verfügung stellen, was sie in ihrer Notlage brauchen. Duschgel, Zahnpasta, Bodylotion – ein kleines Stück Normalität, wenn rundherum alles auseinanderfällt“, sagt Gabriele Huber von der Diakonie, Stabstelle Freiwilligenarbeit. (red)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL