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Gastro-Öffnung befeuert Umsatz © Statistik Austria
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Redaktion 30.09.2021

Gastro-Öffnung befeuert Umsatz

Die Lockerungen der internationalen Corona-Restriktionen sorgen für stark steigende Weinexporte aus Österreich.

WIEN. Wie die Weinexport-Zahlen der Statistik Austria zum ersten Halbjahr 2021 zeigen, werden Österreichs Weine international stark nachgefragt: Einer kräftigen Steigerung von 9,8% bei der Menge steht ein noch größerer Zuwachs von 25,5% beim Wert gegenüber. Erwähnt werden muss in diesem Zusammenhang, dass auch im ersten Halbjahr 2020 die Weinexporte trotz Corona recht stabil verlaufen waren.

„Dass die Lockerungen der weltweiten Corona-Restriktionen unseren Exporten guttun würden, hatten wir gehofft – die aktuellen Zahlen übertreffen unsere Erwartungen aber deutlich“, freut sich Chris Yorke, Geschäftsführer der ÖWM (Österreich Wein Marketing GmbH), und ergänzt: „Während auf dem Heimmarkt die Erholung der Gastronomie leider noch langsam vorangeht, sorgt die Gastro-Wiedereröffnung international dafür, dass unsere Winzer auch ihre hochwertigen Weine wieder besser absetzen können; das zeigt der stark gestiegene Exportwert. Dadurch konnte auch der Durchschnittspreis pro Liter wieder die 3-Euro-Marke überschreiten, er liegt aktuell bei erfreulichen 3,02 Euro.“

Der Halbjahreswert von über 111 Mio. € ist auch ein guter Schritt in Richtung eines Jahresexports von 200 Mio. € – ein Wert, den sich die ÖWM als mittelfristiges Ziel gesetzt hat. „Ob wir die Marke heuer erreichen, hängt aber stark von der weiteren Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte ab“, erklärt Yorke.

Große Schaumweine in Hauptexportmärkte, Schaumwein im Trend
Für den großen Wert-Zuwachs sorgten Steigerungen in allen wichtigen Exportländern: Der preissensible Markt Deutschland legte um beachtliche 15% zu, die Schweiz um 21%, die USA sogar um 33%. Die skandinavischen Länder, die bereits 2020 stark gestiegen waren, zeigen mit einem Plus von 14% weiter nach oben, Belgien und die Niederlande konnten in Summe um 37% zulegen. Besonders erfreulich ist auch der Zuwachs von 52% im Vereinigten Königreich trotz EU-Austritts. Sehr positive Umsatz-Entwicklungen zeigten zudem Kanada (+111%) und die asiatischen Märkte: Japan legte um 52% zu, China sogar um 247%. (red)

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