Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung
© © Billa / Robert Harson
Too Good To Go-Sackerl ab April in 90 Billa- und Billa Plus-Märkten in Wien und Niederösterreich erhältlich.
RETAIL Redaktion 05.04.2022

Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung

Billa erweitert Kooperation mit Too Good To Go auf 90 Standorte.

WR. NEUDORF. Echte Veränderung kann man nur gemeinsam bewirken. Aus diesem Grund setzt die Billa-Familie auf die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Too Good To Go, welches überschüssige Lebensmittel und Speisen vor der Entsorgung rettet. Das Prinzip ist denkbar einfach: Über die Too Good To Go App lassen sich Billa- und Billa Plus-Sackerl gefüllt mit Lebensmitteln reservieren und bezahlen, die dann in einem vorab festgelegten Zeitfenster abgeholt werden können. Der Inhalt der FSC-zertifizierten, biologisch abbaubaren Papiersackerl ist eine Überraschung, abhängig davon, was nach Ladenschluss übrigbleibt. Fest steht: Die enthaltene Produktvielfalt ist jedenfalls genussvoll und so abwechslungsreich wie das Sortiment von Billa und Billa Plus selbst und besteht zum Großteil aus Obst und Gemüse sowie aus Backwaren, Produkten aus dem Trockensortiment, Milch- und Molkereiprodukten sowie einzelnen Schmankerln. Die Kosten pro Sackerl betragen 4,99 € und belaufen sich damit auf ein Drittel des ursprünglichen Warenwerts. Das Angebot wird ab April auf 90 Standorte in Wien und Niederösterreich erweitert.

„Als Lebensmitteleinzelhändler ist es unsere Pflicht, verantwortungsvoll mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen umzugehen. Daher setzen wir auf eine Reihe von gezielten Maßnahmen, um Lebensmittelabfälle in unseren Märkten möglichst zu vermeiden. Der Ausbau der Kooperation mit Too Good To Go ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und eine sinnvolle Ergänzung unseres bisherigen Engagements“, erklärt Harald Mießner, Billa Vorstand Vertrieb.

„Wir freuen uns, gemeinsam mit einem der größten Lebensmittelhändler Österreichs gegen die Entsorgung von genießbaren Lebensmitteln vorzugehen. Das hat Vorbildfunktion und ist ein wesentlicher Schritt für den Klimaschutz”, so Georg Strasser, Country Manager von Too Good To Go Österreich.

Ein Sackerl voller Überraschungen
Zu festgelegten Zeiten, die in der App eingesehen und vom User ausgewählt werden können, stehen die Sackerl im jeweiligen Billa- oder Billa Plus-Markt zur Abholung bereit. „Wir sind davon überzeugt, dass den Österreichern ein verantwortungsvoller Umgang mit Lebensmitteln am Herzen liegt und viele von ihnen gerne dazu beitragen möchten, wertvollen Produkten eine zweite Chance zu geben. Wir freuen uns, ihnen durch die Kooperation mit Too Good To Go dafür eine unkomplizierte Möglichkeit zu bieten“, so Hamed Mohseni, Billa-Vertriebsdirektor.

Gelebte Nachhaltigkeit auf mehreren Ebenen
Die verantwortungsbewusste Philosophie der Billa-Familie zeigt sich in den unterschiedlichsten Maßnahmen und Projekten, die bereits umgesetzt werden, und beginnt mit einer vorausschauenden Planung im Einkauf. Lebensmittel, die kurz vor Erreichen des Mindesthaltbarkeitsdatums sind, werden im Sinne der Bewusstseinsbildung mit „Lebensmittel sind kostbar“-Stickern von -25% bis -50% versehen und können so zu einem vergünstigten Preis angeboten werden. Außerdem finden sich bei Billa und Billa Plus auch die sogenannten Wunderlinge, Produkte, die es aufgrund ihrer Schönheitsfehler sonst nicht in die Regale geschafft hätten, aber trotz ihres eigenwilligen Aussehens einwandfrei im Geschmack sind. Seit 2021 werden außerdem die Obst- und Gemüsesackerl, bis heute in rund 260 Billa- und Billa Plus- Märkten, angeboten. Darin befindet sich Obst und Gemüse aus Verpackungseinheiten, in denen z.B. ein einzelnes Stück beschädigt ist oder das kleine Schönheitsfehler aufweist, aber einwandfrei genießbar ist, und zu einem vergünstigten Fixpreis von 3 € pro 3 kg-Sackerl verkauft wird. Alle genießbaren Lebensmittel, die nicht mehr verkaufsfähig sind, werden das ganze Jahr über an sozial-karitative Kooperationspartner wie das Rote Kreuz, die Team Österreich Tafel, Tischlein Deck Dich, die SOMA und Vinzi Märkte, die Caritas und diverse regionale Sozialorganisationen übergeben. Im Jahr 2021 konnten so allein von Billa und Billa Plus Lebensmittel im Wert von rund 27 Mio. € in Österreich gespendet werden.

Darüber hinaus führt die Billa Familie Schulungen der Mitarbeiter zu den einzelnen Maßnahmen durch und sensibilisiert damit die Teams in den Märkten unter anderem zur individuellen Weiterverarbeitung von Lebensmitteln zu Convenience- sowie To-Go-Produkten. Auch die Bewusstseinsbildung der Kunden rund um Lebensmittelverschwendung wird im Rahmen von Kampagnen umgesetzt. Gemeinsam mit seinen Kunden gibt Billa mit all diesen Maßnahmen Lebensmitteln eine zweite Chance. (red)

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