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Gerry Weber kommt "verhältnismäßig gut" durch die Coronakrise © APA/dpa/Oliver Berg
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Redaktion 24.08.2020

Gerry Weber kommt "verhältnismäßig gut" durch die Coronakrise

HALLE. Der angeschlagene deutsche Modekonzern Gerry Weber ist nach eigener Einschätzung bisher "finanziell verhältnismäßig gut" durch die Coronakrise gekommen. Insgesamt seien die Umsätze im ersten Halbjahr durch die Auswirkungen der Pandemie zwar um 57 Mio. Euro niedriger ausgefallen als ursprünglich erwartet, doch habe sich das Ergebnis vor allem durch den im Zuge des Ende 2019 abgeschlossenen Insolvenzverfahrens vorgenommenen Personalabbau und geringere Abschreibungen deutlich verbessert.

Unter dem Strich wies Gerry Weber für das erste Halbjahr noch einen Verlust von 34 Mio. Euro aus, nach einem Minus von 144 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Konzernumsatz lag in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mit 140,5 Mio. Euro um mehr als 40 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Der Umsatzeinbruch lag allerdings nicht nur an Corona. Die Zahlen aus den beiden Halbjahren sind nur schwer zu vergleichen. Gerry Weber hatte Anfang 2019 Insolvenz anmelden müssen. Es folgte die Schließung von 210 der rund 800 selbst betriebenen Geschäfte und die Trennung von zahlreichen Mitarbeitern.

Trotz der anhaltenden Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf das Einkaufsverhalten der Verbraucher bekräftigte der Modekonzern seine Erwartung, heuer insgesamt Umsätze zwischen 260 und 280 Mio. Euro zu generieren. (APA)

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