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Gewinneinbußen bei H&M H&M
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Redaktion 03.10.2016

Gewinneinbußen bei H&M

9% weniger Vorsteuergewinn im dritten Quartal, dafür aber mehr Umsatz - auch in Österreich.

STOCKHOLM/WIEN. Anhaltend warmes Wetter verzögert das Herbstgeschäft des Textilkonzerns Hennes & Mauritz (H&M). Der Start in die Saison sei herausfordernd, teilte das Unternehmen am Freitag in Stockholm mit. Schon Ende des dritten Geschäftsquartals (bis Ende August) hatten hohe Temperaturen die Lust der Kunden auf herbstliche Ware gedämpft. Rabatte auf Saisonware drückten zusätzlich auf den Gewinn.

Der Vorsteuergewinn ging im dritten Quartal um 9 Prozent auf 6,3 Mrd. schwedische Kronen (655 Mio. Euro) zurück, Analysten hatten weniger Rückgang erwartet. Der Nettoumsatz stieg um gut 6 Prozent auf knapp 49 Mrd. Kronen, das Periodenergebnis reduzierte sich von 5,3 auf 4,8 Mrd. Kronen.

Als weitere Belastung für den Wareneinkauf erwies sich der starke US-Dollar. H&M bezieht einen Großteil der Ware aus Asien, wo die Preise oft an den Dollar gebunden sind. Sein Internetgeschäft baut der Textilhändler unterdessen weiter aus: Im Herbst nimmt H&M den Online-Handel in Kanada und in Südkorea auf. Damit können Kunden dann in 35 Ländern weltweit H&M-Kleidung im Internet bestellen. Auch in den Einkaufszonen will das Unternehmen weiter wachsen. H&M bekräftigte seine Absicht, seine Präsenz bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2015/16 Ende November weltweit um 425 Läden ausbauen.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 2015/16 stiegen die Nettoerlöse von 132,2 auf 139,5 Mrd. Kronen. Der Vorsteuergewinn brach von rund 20 auf 16,6 Mrd. schwedische Kronen ein, das Nettoergebnis von 15,4 auf 12,7 Mrd. Kronen. In Österreich gibt es aktuell 76 H&M-Stores, vier COS-Geschäfte und eine Weekday-Filiale. Demnächst wird eine Monki-Filiale auf der Mariahilfer Straße eröffnet.

In den ersten neun Monaten 2015/16 setzte H&M in Österreich 4,026 Mrd. schwedische Kronen (418,4 Mio. Euro) um, ein Plus von 3 Prozent. Der Quartalsumsatz (Juni bis August) erhöhte sich um 5 Prozent auf 1,377 Mrd. Kronen. (APA)

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