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Großhandelspreise im Jänner 15,5 Prozent über Vorjahr © APA / Georg Hochmuth
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Redaktion 09.02.2022

Großhandelspreise im Jänner 15,5 Prozent über Vorjahr

WIEN. Der Preisauftrieb im Großhandel hat sich in Österreich im Jänner 2022 ungebremst fortgesetzt. Der Index der Großhandelspreise lag um 15,5% höher als ein Jahr davor, im Dezember 2021 hatte der Anstieg 15% ausgemacht. Vor allem Düngemittel und agrochemische Erzeugnisse verteuerten sich laut Statistik Austria ganz stark, ebenso Gummi und Kunststoffe sowie feste Brennstoffe und auch Getreide, Saatgut und Futtermittel, die allesamt mehr als die Hälfte mehr kosteten.

Bei Düngemitteln und agrochemischen Erzeugnissen wurde ein Anstieg um 62,1% binnen Jahresfrist festgestellt, bei Gummi und Kunststoffen in Primärformen von 60,6%. Feste Brennstoffe verteuerten sich im Großhandel um 59,4%, Getreide, Saatgut und Futtermittel um 52,5%.

Zu regelrechten Preisschüben kam es nach Angaben der Statistik Austria von Montag, 7. Februar 2022, weiters bei sonstigen Mineralölerzeugnissen (+46,9%), Altmaterial und Reststoffen (+45,9%), Nicht-Eisen Metallen (+42,4%), Eisen und Stahl (+42,2%), Motorenbenzin inkl. Diesel (+31,6%), technischen Chemikalien (+24,1%) sowie Rohholz und Holzhalbwaren (+23,2%).

Verteuert haben sich im Jahresabstand auf Großhandelsebene außerdem lebende Tiere (+13,6%), Häute und Leder (+11,5 Prozent), sonstige Baustoffe (+11 Prozent), Papier und Pappe (+10,6 Prozent) sowie landwirtschaftliche Maschinen, Ausrüstungen und Zubehör (+10,1 Prozent).

Innerhalb eines Monats, von Dezember 2021 auf Jänner 2022, waren die stärksten Preistreiber Gummi und Kunststoffe in Primärformen (+11,8 Prozent), sonstige Mineralölerzeugnisse (+9,5 Prozent), feste Brennstoffe (+8,9 Prozent), technische Chemikalien (+8,7 Prozent), Möbel, Teppiche, Lampen und Leuchten (+8,4 Prozent), Tapeten und Fußbodenbeläge (+7,2 Prozent) sowie Bergwerks-, Bau- und Baustoffmaschinen (+6,0 Prozent).

Auch die Preise für Textilien (+5,0 Prozent), Schreibwaren und Bürobedarf (+4,8 Prozent), Spiele und Spielwaren (+4,7 Prozent) sowie Motorenbenzin inkl. Diesel (+4,3 Prozent) stiegen laut Statistik Austria merkbar. Außerdem verteuerten sich landwirtschaftliche Maschinen, Ausrüstungen und Zubehör sowie Büromöbel (je +4,1 Prozent), Werkzeugmaschinen (+4,0 Prozent), Anstrichmittel (+3,8 Prozent) und sonstige Baustoffe (+3,7 Prozent). (APA)

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