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Günstig einkaufen als teures Vergnügen? panthermedia.net / Maksym Topchii
panthermedia.net / Maksym Topchii

Redaktion 08.02.2017

Günstig einkaufen als teures Vergnügen?

Laut AK kräftige Preissteigerung bei Lebensmitteln.

WIEN. Mehr zahlen für günstigste Lebensmittel: Ein Einkaufskorb mit Lebens- und Reinigungsmitteln kostet in Wien um sechs Prozent mehr als im Vorjahr - das belegt der Preismonitor der Arbeiterkammer mit 40 preiswertesten Produkten bei sieben Wiener Supermärkten und Diskontern.

Bei den günstigsten Lebens- und Reinigungsmitteln hat sich die Preisschere noch weiter geöffnet. Kostete im Dezember 2015 ein Einkaufskorb mit 40 Produkten durchschnittlich 47,86 €, so waren es im Dezember 2016 schon 50,72 € – das ist eine Preissteigerung von sechs Prozent. Die Produkte kosten in den Supermärkten um durchschnittlich knapp zehn Prozent mehr als bei den Diskontern.

„Viele Menschen müssen auf ihr Geld schauen; sie achten beim Einkaufen sehr wohl auf den Preis und greifen zu günstigen Produkten“, sagt AK-Konsumentenschützerin Manuela Delapina. „Daher nimmt die AK regelmäßig die Preisentwicklung bei preiswertesten Lebens- und Reinigungsmitteln unter die Lupe.“

Eigenmarken am günstigsten
Bei den günstigsten Produkten handelt es sich vorwiegend um Eigenmarken der Handelsunternehmen. Der AK-Preismonitor zeigt: Starke Verbilligungen gab es im Jahresvergleich zum Beispiel bei Kartoffeln (-25%), Teigwaren (-14%) und Reis (-13%). Mehr zahlen heißt es etwa für Butter (+30%), Mischbrot (+27%), Schokolade (+12%) und Vollmilch (+10%).

Der AK-Preismonitor prüfte die Preise für Lebens- und Reinigungsmittel im Dezember 2016 bei vier Supermärkten (Billa, Interspar, Merkur, Spar) und drei Diskontern (Hofer, Lidl, Penny) in Wien. Es wurde das jeweils preiswerteste erhältliche Produkt erhoben, also das mit dem günstigsten Grundpreis (zum Beispiel ein Liter, ein Kilogramm). Der Vergleich enthält keinen Qualitätsvergleich; Aktionen wurden berücksichtigt, die mittlerweile standardgemäßen Kundenkarten- oder Mengen-Vorteilspreise blieben aber weiterhin außen vor – und würden wohl ein weniger drastisches Bild zeichnen. (red)

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