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Handel rechnet mit weniger Umsatz Gerry_Frank_Photography

Rainer Trefelik, Obmann der Sparte Handel

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Rainer Trefelik, Obmann der Sparte Handel

Redaktion 25.11.2015

Handel rechnet mit weniger Umsatz

Minus von einem Prozent prognostiziert - Gründe: Schwache Konjunktur, Konsumentwicklung und hohes Umsatzniveau vergangener Jahre

WIEN. Weihnachten naht in raschen Schritten und auch der erste Einkaufssamstag steht vor der Tür: Anlass für die Wiener Wirtschaftskammer, einen "Blick in die Kristallkugel" zu werfen, wie es Rainer Trefelik, Obmann der Sparte Handel, am Mittwoch in einer Pressekonferenz ausdrückte. Demnach rechnet der Handel mit einem Dezember-Umsatz von rund 340 Mio. Euro, ein Prozent weniger als 2014.

Die Gründe für die verhaltenen Erwartungen liegen einerseits an der schwachen Konjunktur und Konsumentwicklung, aber auch am hohen Umsatzniveau, das man in den vergangenen Jahren bereits erreicht hat, hieß es. Die Stimmung will sich Trefelik ob der Prognose nicht vermiesen lassen: "Wir sind optimistisch." Manche Branchen, beispielsweise in den Bereichen Uhren, Schmuck oder Spielwaren, würden rund zwölf Prozent des Jahresumsatzes im Dezember machen.

Laut einer Umfrage der KMU Forschung mit mehr als 400 Befragten wird es heuer mit 34 Prozent so viele Late-Shopper - das sind diejenigen, die erst kurz vor dem Heiligen Abend die Geschenke besorgen - wie noch nie geben. Nur 17 Prozent haben die ersten Präsente bereits vor dem November gekauft.

Der Befragung zufolge werden neun von zehn Wienern ab 15 Jahren Geschenke besorgen. Im Schnitt werden acht Packerl unter den Christbaum gelegt. Die finanziellen Aufwendungen liegen durchschnittlich bei 350 Euro pro Person. Am spendierfreudigsten ist mit rund 450 Euro die Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen. In Summe wird das Christkind in Wien rund 10 Mio. Weihnachtspackerl bringen. Bücher werden auch in diesem Jahr am häufigsten unter dem Christbaum liegen - "vom Kochbuch bis zu den Memoiren", umriss Trefelik das Kundeninteresse. (APA)

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