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Handelszukunft: Blick ins Jahr 2025 AVSG
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Redaktion 10.11.2016

Handelszukunft: Blick ins Jahr 2025

Studie „Future Commerce – Handel 2025“

WIEN. Die neue Studie „Future Commerce – Handel 2025“ des Handelsverbandes gibt einen Ausblick auf die zukünftigen Entwicklungen in der Retail-Branche. Im Mittelpunkt stand die Frage: „Wie wird der Handel der Zukunft aussehen?“ Die Ergebnisse zeigen neben einer relativ großen Unsicherheit darüber, welche Neuerungen sich langfristig durchsetzen werden, dass den Mitarbeitern im Handel eine Schlüsselrolle zukommen wird.

Werden die intelligenten Gegenstände rund um uns herum selbstständig einkaufen? Braucht es überhaupt noch Personal im Shop? Und wie können uns die digitalen Assistenten in der Hosentasche beim 360°-Einkaufserlebnis unterstützen? Fragen wie diese sind der Startpunkt der Studie „Future Commerce – Handel 2025“.

Mehrheit shoppt monatlich online
Zwei Drittel der österreichischen Internetnutzer kaufen zumindest einmal im Monat über das Internet ein, jeder Vierte sogar mehrmals pro Monat. Nur drei Prozent der Internetnutzer kaufen nie über das Internet ein.

Über 90% der befragten Personen nutzen PC oder Laptop für Online-Einkäufe. Immer mehr Personen kaufen auch über das Smartphone ein. Mehr als jeder Dritte der Internetkäufer nutzt dieses zum Online-Shopping. Von der jüngeren Generation wird diese Technologie deutlich häufiger verwendet als von den älteren Internetkäufern. Im Alter von 14-29 Jahren shoppen 60% via Smartphone; ein Tablet wird nur von rund jedem vierten Internetkäufer genützt.

Lieferung muss kostenfrei sein
Eine kostenlose Zustellung ist für die österreichischen Internetkäufer mit Abstand der wichtigste Aspekt bezüglich der Lieferung der online bestellten Waren; fast die Hälfte der Internetkäufer (42%) gibt diese als am wichtigsten für sie an. Auch sehr wichtig ist vielen ein verlässlicher Zustelltermin (23%) und eine kostenlose Rücksendemöglichkeit (20%). Den Internetkäuferinnen ist die kostenlose Rücksendung (24%) dabei wichtiger als der verlässliche Zustelltermin (20%), bei den männlichen Internetkäufern ist dies umgekehrt (26% vs. 17%). Weitaus weniger ausschlaggebend sind Optionen zur Nachverfolgung des Lieferstatus (7%), Same-Day-Delivery (4%) sowie Zustellung am Abend (3%) oder am Wochenende (2%).

„Der Einzelhandel ist mehr als jede andere Branche von der Transformation durch die Digitalisierung betroffen, die viele Chancen birgt und zum Handeln zwingt. Die Studie zeigt, dass nicht alle innovativen, technisch machbaren Geschäftskonzepte auch in der Praxis sofort brauchbar sind. Der Konsument muss sich genauso erst auf die neuen Möglichkeiten einstellen wie der Handel. Das spiegelt sich auch bei der Bereitschaft automatisierte Käufe zuzulassen wider. Bereits heute wären 20 Prozent der Konsumenten bereit, Kaufentscheidungen bis 25 Euro vollkommen aus der Hand zu geben. An diese Höhe haben sich die Konsumenten wohl durch die explosionsartige Nutzung der NFC-Bankomatkarten gewöhnt“, so Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands Österreich.

Drei Zukunftsszenarien für den Handel
Im Zuge der Studie wurden die Teilnehmer zu drei verschiedenen Szenarien befragt; dabei handelt es sich um „Automatisiertes Einkaufen“, „Digitale Assistenten“ und „Autonomes Einkaufen“. Befragt wurden die Teilnehmer der Studie, inwieweit sie die beschriebenen Szenarien für realistisch und vorstellbar erachten. Die befragten Personen sind mehrheitlich (71%) an neuen digitalen Technologien interessiert. Das Interesse ist bei Männern deutlich größer als bei Frauen.

Persönliche Beratung schlägt digitalen Assistenten
Das Szenario „Einkaufen mithilfe von digitalen Assistenten“ wird von ca. 43% der österreichischen Internetnutzer als realistisch eingeschätzt, gut 30% stehen dem Szenario indifferent gegenüber, und weitere 30% finden das Szenario eher unrealistisch. (red)

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